Erstellt: 15.10.2017

Aktueller WKA-Bestand in Schleswig-Holstein

Holger Diedrich aus Riepsdorf im Kreis Ostholstein nutzt seit Jahren alle öffentlich zugängigen Daten, um den WKA-Bestand in Schleswig-Holstein zu dokumentieren. Alle Daten sind in dieser Webseite zusammengefasst:  https://www.windenergie-planung.de/

Dort sind auch weitere hochinteressante Daten zu finden, wie z.B.  Stellungnahmen der Landkreise usw.

Die WKA-Daten sind aktueller als die Daten des LLUR. Diese sind in der  tabellarischen Zusammenstellung und Auswertung der Daten nach Landkreisen zusammengefasst. Skandalös ist die weiter ansteigende Zahl von Ausnahmegenehmigungen (deren Lage ist im Online-System zuschaltbar). Laut Innenministerium wurden von der Landesplanung inzwischen sogar schon 380 Ausnahmegenehmigungen erteilt (mit weit über 1 GW Leistung).

Hinweis bei Darstellungsproblemen der Webseite: Unter dem Browser "Google-Chrome" läuft alles einwandfrei.

Die Bundesnetzagentur veröffentlicht monatlich neue Daten. Diese sind hier zu finden:

https://www.bundesnetzagentur.de/DE/Sachgebiete/ElektrizitaetundGas/Unternehmen_Institutionen/ErneuerbareEnergien/ZahlenDatenInformationen/EEG_Registerdaten/EEG_Registerdaten_node.html


Erstellt: 04.05.2017

BI-Treffen am 3. Mai 2017

Einundzwanzig Mitglieder und Unterstützer unserer Bürgerinitiative kamen nach Klinkrade, um sich über die neuesten Entwicklungen und Hintergründe zum Thema Windkraft zu informieren. Zunächst informierte Walksfeldes Bürgermeister Horst Soecknick über ein Treffen der Bürgermeister des Kreises beim Landrat Dr. Mager, sowie eine Zusammenkunft mit den Kandidaten zur Landtagswahl im Amt Sandesneben. Der Landrat stelle das Wohl der Bürger in den Vordergrund ohne irgendwelche parteipolitischen Interessen, so seine unmissverständliche Aussage. Das Spektrum der Landtagskandidaten reiche von schlitzohrig über nett und freundlich bis hin zur völligen Inkompetenz.

Anschließend berichteten wir über unsere Erfahrungen und Eindrücke von mehreren Wahlkampfveranstaltungen, Zusammenkünften und dem Windkraftsymposium in Kiel. Einzelheiten darüber sind auf dieser Webseite zu sehen und zu lesen. Unsere Bedenken bezüglich offen ausgesprochener Wahlempfehlungen seitens des Landesverbandes Gegenwind sind nach wie vor sehr groß. Wir haben noch einmal verdeutlicht, dass es von Seiten unserer BI keine Wahlempfehlungen geben wird, gemäß des Beschluss‘ auf dem landesweiten Treffen in Barkelsby aus dem Februar. Es drang jedoch der eindeutige Wunsch einiger Anwesender nach einem Politikwechsel in Kiel durch.

Ein anschließender reger Gedanken- und Informationsaustausch folgte. So gibt es z.B. in der Gemeinde Siebenbäumen Bestrebungen, die Flächen südlich der Gemeinde wieder in die Windkraftplanung aufzunehmen. Dieses aktuelle Beispiel zeigt, dass die Betreiberfirmen nicht aufgeben. Trotz Vogelschutzgebiet Wehrenteich, charakteristischer Landschaft und nicht zuletzt Gesundheitsgefährdung der Anwohner versuchen sie gemeinsam mit der Landbesitzerin ihre profitgetriebenen Einzelinteressen durchzusetzen. Unser dringender Appell geht daher an die Gemeindevertretung und die Genehmigungsbehörden, diesem Ansinnen sofort einen Riegel vorzuschieben, zumal es ja mit dem Bau der WKA nördlich von Siebenbäumen bereits leidliche Erfahrungen gibt. Auch in der Schaalsee-Region sind wieder Aktivitäten der Projektierer zu verzeichnen, trotz der eindeutigen Aussagen der Politik, wegen der Naturparke keine WKA östlich des Elbe-Lübeck-Kanals zu errichten.

Die Lehre daraus ist: Die Gefahr ist immer noch sehr groß und absolut vorhanden, dass auch für andere Potentialflächen ähnliche Vorgänge laufen können. Unser aller Wachsamkeit ist daher nach wie vor gefordert.

Mit einem Dank an die Familie Bauch/Rouvel für die selbstlose Bereitstellung ihrer Räumlichkeiten endete die rund eineinhalbstündige Zusammenkunft.   WT


Erstellt: 24.04.2017

Liebe Walksfelderinnen, liebe Walksfelder, liebe Freunde aus den umliegenden Gemeinden,

am 7.5.2017 sind wir alle zur Wahl des schleswig-holsteinischen Landtages aufgerufen.

Ein Thema, welches in der Landespolitik sehr kontrovers diskutiert wird und uns in Walksfelde sehr bewegt, ist der weitere Ausbau der Windenergie. Die Landesregierung in Kiel hat nun vorerst festgelegt, dass bei uns in nächster Nähe eine Windfarm entstehen könnte. Sie liegt in unmittelbarer Nähe im östlichen Bereich und umklammert uns in einer Läge von mehr als zwei Kilometer mit einem 180 Grad-Blickfeld und mit Windkraftanlagen einer Höhe von bis zu 200 m auf Flurstücken, die weit über 40 m über NN liegen. 

Zum Weiterlesen bitte hier klicken:

WKA%20-%20Info%20BI%20Walksfelde20170423.pdf

Bürgermeister Horst Soecknick


Erstellt: 17.04.2017

Infostand der Bürgerinitiativen Gegenwind in Krukow und Lütau

Am Ostersamstag baute die Bürgerinitiative Gegenwind in Krukow einen Stand auf dem Wochenmarkt in Lauenburg auf. Zur Unterstützung des Landes-verbandes Gegenwind S-H sammelten sie Unterschriften für die Volksinitiativen für mehr Abstand und Bürgerbeteiligung bei Planung und Bau von WKA. Trotz des ungemütlichen und nassen Aprilwetters gelang es, viele Eintragungen in die Unterschriftslisten zu bekommen. Das Anliegen der Bürgerinitiative sorgte für viel Verständnis bei den angesprochenen Bürgern.  


Bernhard Wieck(r) im Gespräch mit Daniel Günther

Ein Wahlwerbestand der CDU mit der Landtags-kandidatin Andrea Tschacher war ebenfalls dort und wurde im Laufe des Vormittags vom Spitzen-kandidat der CDU, Daniel Günther, besucht. Zwangs-läufig kam er auch mit den Windkraftgegnern, hier insbesondere mit Bernhard Wieck aus Krukow, ins Gespräch. Angesprochen auf den aktuellen SHZ-Artikel (siehe „Gegenwind bei Facebook“) bestätigte er noch einmal seine Aussagen gegenüber der Bürgerinitiative. Bernhard Wieck zieht daraus folgendes Fazit:

• Die CDU bewegt sich in die richtige Richtung.  

• Die Abstände mit 1200 / 500 m zwischen WKA und Häusern wurden fest zugesagt, ohne Einschränkungen.

• Die Initiative zur Abschaffung der Privilegierung im Außenbereich unterstützt Herr n Günther zukünftig auch, genauso wie verstärkte Beteiligungen von Gemeinden und Kreisen mit ihrer regionalen Kompetenz.

Ebenfalls anwesende Leute der SPD-Basis gaben in persönlichen Gesprächen den Unsinn der starren 400/800 Meter Regelung zu, fügen sich aber in öffentlichen Verlautbarungen in die von der Kieler Parteiführung vorgegebene Linie.

Es bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass sich Daniel Günther mit seinen Ansichten gegenüber seinen Parteifreunden durchsetzt. So wie viele aus den Reihen der CDU in der Vergangenheit gegen ihn intrigiert haben, werden sie es vermutlich auch in Sachen Windkraft tun. Leute wie Klaus Klinckhamer, Vorsitzender des Agrarausschusses und selbst WKA-Betreiber, aber auch Klaus Schlie und weitere Personen vertreten massiv wirtschaftliche und landwirt-schaftliche Interessen. Seine Aussagen widersprechen nach wie vor dem CDU-Parteiprogramm (siehe Wahlprüfsteine in "Landtagswahl 2017 aktuell")


Erstellt: 02.04.2017

Praktische Anwendung zur Stellungnahme im Raumordnungsverfahren

Der Vorstand von Gegenwind Schleswig-Holstein mit Dr. Susanne Kirchhof hat sich entschlossen die bisherige interne Hilfestellung zur Stellungnahme bei den Abwägungskriterien der Windkraftplanung 2017 online zu stellen, damit ALLE Bürger Gelegenheit haben ihre Argumente auch fundamentiert abgeben zu können.

Allgemeine Formulierungen, wie „unsere Gemeinde ist gegen Windenergie“ reichen nicht mehr aus.

Bitte schauen Sie sich die Empfehlungen an und nutzten sie sie für Ihr betreffendes Gebiet. Die Empfehlungen werden ständig ergänzt, so dass sich ein öfteres Anklicken der Webseite lohnt.

http://gegenwind-sh.de/praktische-anwendung-zur-stellungnahme-im-raumordnungsverfahren/

Eine Ergänzung wegen Umzingelung von Orten wird noch folgen. Außerdem empfiehlt sich dringend ein genauerer Abgleich der auf der Karte eingetragenen Flächen mit den Datenblättern, weil es wohl Ungereimtheiten u.a. mit Kreiszuordnungen gibt.

Leider ist es eine ziemlich trockene Lektüre, aber sich damit zu beschäftigen könnte sich sehr lohnen. Für Rückfragen stehen alle Vertreter der Bürgerinitiativen gerne zur Verfügung.




Erstellt: 25.02.2017

Protokoll der Jahreshauptversammlung des Landesverbandes Gegenwind-SH

Die 1. Vorsitzende Frau Dr. Susanne Kirchhof bei der Sitzungseröffnung

Der Landesverband Für Mensch und Natur – Gegenwind Schleswig-Holstein e. V. hat am 12. Februar 2017 seine turnusmäßige Jahreshauptversammlung abgehalten. Als Mitglied dieses Vereins profitiert unsere BI von der Erfahrung und den Ideen Frau Dr. Susanne Kirchhofs und ihrer Mitstreiter. Nicht ohne einen gewissen Stolz können wir auf viele Erfolge mit unserer Öffentlichkeits-arbeit und unseren Aktionen zurückblicken.

Was haben wir erreicht:

  • Gegenwind SH ist mittlerweile bei dem Thema Windkraft und auch Regionalplanung Wind, der anerkannt kompetente Ansprechpartner für Bürger, Gemeinden und Presse
  • vor 2 Jahren waren wir die Bösen, die Radikalen - das hat sich geändert auch in der Berichterstattung - aber wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen
  • Das Thema Windkraft spielt im Wahlkampf eine Rolle
  • Zugeständnisse und Positionierung der Oppositionsparteien (FDP und CDU fordern größere Abstände. CDU und Die Piraten fordern die Mitbestimmung)
  • Häufige Berichterstattung in der regionalen und überregionalen Presse - wir haben viele Sympathien für unser Anlegen gewonnen
  • Eine funktionierende Solidarität untereinander, alle unterstützen alle          
  • Das komplette Protokoll finden Sie hier zum Lesen und Herunterladen:


Erstellt: 22.12.2016

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

ein recht turbulentes Jahr liegt (fast) hinter uns. Nicht ohne einen gewissen Stolz können wir zurückblicken. Wir haben Etiketten auf Handzettel geklebt und uns solidarisch gezeigt durch gegenseitige Besuche  bei Gemeinde-ratssitzungen. Dreimal haben wir uns in diesem Jahr zu Informationsabenden getroffen. Das Ehepaar Hansmeyer/Behrens stellte uns selbstlos die Räumlichkeiten ihres Antik-Cafés in Labenz dafür zur Verfügung.

Bei der großen Regionalveranstaltung der Landesregierung im März in Bad Oldesloe mit der Demonstration vieler Bürgerinitiativen vor der Halle bekamen die Politiker die Wucht unseres Widerstands zu spüren. Auf den Veranstaltungen in Schwarzenbek und Duvensee wurde die Unwissenheit und Inkompetenz unserer Volksvertreter schonungslos aufgedeckt. Amtsvorsteher und Bürgermeister nahmen unser Informationsarchiv in Anspruch, weil sie von offizieller Seite nur spärlich informiert wurden.

Viele Einwohner sind im Laufe des Jahres „aufgewacht“ und haben die Einwohnerfragezeit auf den jeweiligen Gemeinderatssitzungen genutzt, um ihren Protest gegen die Windkraftpläne auszudrücken. Ein Dorf nach dem anderen sprach sich daraufhin gegen den WKA-Bau aus. Selbst die standhaftesten Befürworter auf Amts- und Gemeindeebene habe ihre Bauabsichten inzwischen aufgegeben.

Die lokale Presse hat oft über die Geschehnisse berichtet. Das Archiv mit Artikeln und abgedruckten Leserbriefen ist inzwischen sehr beachtlich. Unser Dank gilt daher den Redaktionen der „LN“, des „Markt“ und „Herzogtum direkt“ für ihr stets offenes Ohr für unser Anliegen.

Unsere Broschüre „Unser Lebensraum“ fand sehr viel Beachtung und wurde nur Dank der vielen Spenden möglich.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Freunden und Unterstützern unserer Bürgerinitiative. Mit ihren/euren Spenden, Ihrer/eurer Teilnahme und ihrem/eurem Interesse haben Sie/habt ihr uns ermutigt, weiterzumachen.

Die Verantwortlichen der Bürgerinitiative „Unsere Dörfer gegen WKA“



Erstellt: 18.12.2016

Jahresrückblick des Landesverbands Gegenwind


Erstellt: 15.12.2016

Treffen der Bürgerinitiativen in Walksfelde


Am 13.12.2016 trafen sich Abordnungen aller BI aus dem Herzogtum im Gemeinschaftshaus der Freiwilligen Feuerwehr Walksfelde. Bürgermeister Horst Soecknick begrüßte 30 Teilnehmer und leitete den Abend mit einem kurzen Umriss der Situation in Walksfelde nach der Veröffentlichung der neuen Pläne für die Abwägungsflächen ein. Anschließend übergab er das Wort an Bernhard Wieck aus Krukow. Er schloss an Horst Soecknicks Ausführungen an und erläuterte die neue Situation im Kreisgebiet, die auf den am 6. Dez. durch die Landesregierung herausgegebenen Karten sichtbar ist. Udo Münster aus Sierksrade erklärte die Handhabung dieser Karten. Für jede ehemals oder immer noch vorgesehene Fläche steht ein Datenblatt zur Verfügung. Wir tun alle gut daran, diese Daten auf ihre Richtigkeit zu prüfen und Fehler an die Landesplanung (LaPla) zu melden. Wenn wir es nicht tun, geht die Staatskanzlei davon aus, dass sie richtig handelt (vergleichbar mit dem System „Microsoft“: Man bringe ein Programm heraus und warte auf die Fehlermeldungen, um dann zu korrigieren). Dies gilt insbesondere für die Flächen die jetzt nicht als Potentialfläche ausgewiesen sind, da dort die Betreiber versuchen werden die aktuelle Bewertung der LaPla zu verändern.

Bernhard Wieck stellte dann eine Sammlung juristischer Hinweise vor, die Bernd Ohlendorf von der BI „Gegenwind vom Schaalsee“ zusammen mit einigen Kollegen zusammengetragen hat. Diese Liste soll ständig erweitert werden, mit Ausschluss der Gewähr für die Richtigkeit und ohne den Anschein einer Rechtsberatung. Sie dient den Gemeinden lediglich als Anregung zur Vorgehensweise beim drohenden Windradbau gegen den Bürgerwillen.

Udo Münster und Bernhard Wieck hatten an einem landesweiten Treffen der BI in Barkelsby bei Eckernförde teilgenommen. Dort wurde besprochen, wie die BI künftig landesweit tätig sein werden. Mit dem Start zweier Volksinitiativen für mehr WKA-Abstand zur Wohnbebauung und Einbeziehung des Bürgerwillens wollen wir handeln und nicht immer nur auf die Politik reagieren, die wir aus Kiel präsentiert bekommen. Wir haben ein Jahr Zeit, um für jede Aktion landesweit 20.000 Unterschriften zu sammeln. Ideal wäre es, wenn diese bereits zur Landtagswahl im Mai 2017 zusammengetragen würden. Das Landesparlament wäre dann gezwungen, sich mit diesen Themen zu befassen, wozu es sich bisher kategorisch weigert. Flugblätter zu den Aktionen liegen bereit, genau so wie Unterschriftslisten. Damit verleihen wir unserer Forderung nach einer Energiewende mit Anstand und Abstand Nachdruck.

Die Programme der einzelnen Parteien im Landtag zum Thema Windkraft wurden vorgestellt. Es werden jedoch keine Wahlempfehlungen seitens der BI ausgesprochen.

Mit einer allgemeinen Aussprache begann der letzte Punkt der Agenda. Alle BI im Herzogtum werden ihre Arbeit fortsetzen, auch die, bei denen die Flächen z.Zt. aus der Planung herausgefallen sind. Die Teilnehmer sind sich ausnahmslos einig, dass wir uns nicht in Sicherheit wiegen können. Nochmals:  Auch die Befürworter werden nach Möglichkeiten suchen, die Flächen wieder in die Planung zu nehmen. Der Landesverband Gegenwind kann sich der vollen Unterstützung der BI aus unserem Landkreis sicher sein.

Unser Dank gilt Horst Soecknick und Bernhard Wieck, sowie Udo Münster für die Vorbereitung, Durchführung und sehr informativen Beiträge zu dieser Veranstaltung.   WT



Erstellt: 09.12.2016

Folgen der neuen Planung

Die neuen Karten der Landesplanung sind seit wenigen Tagen öffentlich. Es sieht so aus, als ob sich der Widerstand gelohnt hat. So gut wie alle Flächen, die in den vorherigen Planungen als Eignungsflächen für den Bau von WKA ausgewiesen waren, sind im Bereich der Dörfer, die sich unserer Bürgerinitiative angeschlossen haben, verschwunden.

Ist unsere Arbeit damit beendet? „Fällt der Widerstand damit in sich zusammen“, wie von Herrn Ole Eggers vom BUND prognostiziert? Keinesfalls, denn in den Bereichen Stubben, Steinburg sowie Schürensöhlen, Groß Boden und in Bliestorf sind die Flächen nach wie vor in der Planung vorhanden. Jetzt gilt es, dort Unterstützung zu leisten. Der Chef der Kieler Staatskanzlei, Thomas Losse-Müller, hat uns Bürger aufgefordert, alle Punkte nach Kiel zu melden, bei denen sich die Landesplanung geirrt hat. Wir sind sicher, dass bei den genannten Flächen Irrtümer vorliegen.

Bekanntlich haben sich alle BI im Herzogtum vernetzt. Ein Konkurrenzdenken gibt es nicht. „Bei euch kocht doch jeder sein eigenes Süppchen“, wie es uns oftmals unterstellt wurde, war und ist das Wunschdenken der WKA-Befürworter. Im Gegenteil: Durch kontinuierliche Arbeit haben viele Menschen kreisweit ein riesiges Arsenal an Kreativität, Erfahrung und Wissen zusammengetragen. Dieser unbezahlbare Schatz wird jetzt all denen zugute kommen, deren Wohnorte nach wie vor vom Bau von Windkraftriesen von 200 und mehr Metern Höhe bedroht sind. Der Chef der Staatskanzlei kann sich sicher sein, dass seine Landesplanung mit Fehlermeldungen zu ihren Plänen „zugeschüttet“ wird.

Der „Landesverband Gegenwind S-H“ hat Bürgerbegehren gestartet. Es wird die 10 H Regelung gefordert (WKA-Abstand von 10facher Bauhöhe zur nächsten Bebauung), sowie die Wiederaufnahme des Bürgerwillens in den Planungsprozess. Diese Aktion werden wir nach Kräften unterstützen.

Die neue Internetplattform für Einwendungen soll am 27. Dez. in Betrieb gehen. Vier Monate lang können dann Eingaben gegen die ausgewiesenen Flächen eingestellt werden. Unsere Landesregierung verschafft sich also erst ‘mal Ruhe bis kurz vor der Landtagswahl im Mai. Denn machen wir uns nichts vor: Auch die Befürworter werden diese Möglichkeit nutzen, um ihre Einwände gegen herausgefallene Flächen vorzubringen. Keiner kann sicher sein, verschont zu bleiben. So wie die Kieler Politik bisher mit uns Bürgern umgegangen ist, sind unsere Wachsamkeit und unser Misstrauen weiterhin gefordert.

Zu guter letzt: Es haben sich ja schon im Vorfeld der Veröffentlichung viele WKA-Befürworter als Überbringer der guten Botschaft öffentlich in Szene gesetzt. Dieser Trend setzt sich nun auf Amts- und Gemeindeebene fort. Einige gehen sogar so weit, dass sie trotz Befürwortung „ja eigentlich schon immer dagegen waren“. Die „180 Grad-Wende“ ist in der Politik in zwischen salonfähig geworden. Das sollte aber kein Grund sein, es auch in den Gemeinden zu tun. Es reicht, wenn sich die gegnerischen, manchmal sogar verfeindeten, Lager die Hand geben und sich respektieren. Schlechte Verlierer sind schlimm. Und zur Mahnung an uns: Schlechte Gewinner sind schlimmer… KJ+WT


Eine kleine Chronologie

Die unten aufgeführten Kartenausschnitte sind der Beleg dafür, wie unsere Landesregierung die Unruhe geschürt hat. Absicht? Unbeholfenheit? Lobbyisteneinfluss? Auf jeden Fall ist Raum für jede Menge Interpretation entstanden.

Stand: November 2015 Diese Karte war der Grund, warum sich unsere Bürgerinitiative gegründet hat

Stand: 12. März 2016 Diese Karte galt nur für ca. zwei Wochen

Stand: Ende März 2016 Diese Karte wurde auf der Regionalveranstaltung in Bad Oldesloe vorgestellt

Stand: 6. Dezember 2016 Die grauen Flächen sind vorerst aus der Planung herausgefallen. Quelle für alle Karten: www.schleswig-holstein.de

Jeder mag sich seinen Reim auf den Sinn oder Unsinn dieses Vorgehens machen


Ein Jahr Bürgerinitiative „Unsere Dörfer gegen WKA“

Jetzt haben wir über alle jüngsten Aktionen in unserem Kreis doch glatt vergessen, dass wir inzwischen schon über ein Jahr aktiv sind. Am vierten Oktober 2015 fand in Duvensee die Auftaktveranstaltung zu unserer Gründung statt. Menschen aus 17 Dörfern haben sich uns inzwischen angeschlossen. Die regionalen Medien berichten regelmäßig über die Geschehnisse rund um das Thema Windenergie in unserer Region. Vermehrt treten Menschen an uns heran, die um Hilfe bei ihrer Überzeugungsarbeit für die Bürgermeister und Gemeindevertreter bitten. Dank der vielen Kontakte zu Regional- und Landesbehörden, der guten Vernetzung im Herzogtum und Schleswig-Holstein landesweit  können wir inzwischen aus einem großen Archiv an Wissen und Erfahrung schöpfen. Dies stellen wir allen Interessierten gern zur Verfügung.

Einen Bericht über unsere Aktivitäten finden Sie auf dieser Seite etwas weiter unten.

Quelle: www.arcgis.com Karte der Abwägungsflächen Bereich Amt Sandesneben-Nusse und Amt Berkenthin

Quelle: www.arcgis.com Karte der Abwägungsflächen Amt Sandesneben-Nusse und Amt Bad-Oldesloe-Land

Die Karten zeigen: Wir sind mehr den je aufgefordert, sehr wachsam zu sein und jedes Anzeichen von Aktivität der WKA-Projektierer öffentlich zu machen.


Bericht zur BI-Versammlung am 20.09.2016

In Vertretung unseres Sprechers Udo Münster, der sein Erscheinen leider sehr kurzfristig absagen musste, habe ich die Moderation des Abends übernommen. Der erste Dank ging an Bettina Hansmeyer, die uns wieder die Räumlichkeiten ihres Antik-Cafés in Labenz zur Verfügung gestellt hatte. In einem den Umständen geschuldeten sehr improvisierten Vortrag gab es für die 17 Gäste einen Umriss der Geschehnisse innerhalb der BI seit unserer letzten Zusammenkunft im Februar diesen Jahres. Angefangen mit den jüngsten Ereignissen, wie einem kurzen Bericht über das BI-Treffen in Krukow, das Geschehen in Klinkrade, das wir alle in der lokalen Presse verfolgen konnten, wurde schließlich ausführlicher über die wundersame Wandlung der Haltung des Amts Sandesneben-Nusse, inklusive einiger Gemeinden, von absoluten Verfechtern für die Windkraft in das genaue Gegenteil gesprochen. So ist bekannt geworden, dass es von Amtsseite Unterstützung für die Gemeinden gibt, die in Zusammenarbeit mit einem Planungsbüro Stellungnahmen mit einer Auflistung der Punkte, die gegen den Bau von WKA auf ihrem Gemeindegebiet sprechen, zu erstellen. Wir begrüßen diese Entwicklung natürlich sehr und freuen uns darüber. Angesichts dessen, was uns bisher von Amtsseite zu diesem Thema geboten wurde sei uns jedoch gestattet, die Sache etwas argwöhnisch zu betrachten. In Bergrade und Kühsen werden die Bewohner ebenfalls aktiv. In spontanen Aktionen wurden viele Unterschriften gesammelt und den zuständigen Gemeindevertretungen übergeben. Leute aus Kühsen haben sich inzwischen unserer BI angeschlossen, wie übrigens seit längerer Zeit auch aus Steinburg und Stubben, wo eine sehr intensive Aufklärungsarbeit für die betroffene Bevölkerung geleistet wird.

Im Oktober findet das erste Gespräch zwischen Düchelsdorf, Klinkrade und Sierksrade statt, mit dem Ziel, eine gemeinsame Stellungnahme zur zusammenhängenden Abwägungsfläche erarbeiten zu lassen. Ein besonderer Dank ging an Jens Möller aus Siebenbäumen, der mit seiner Skulptur des Protests gegen Windradlärm unserer BI insgesamt ein sehr gutes Ansehen verschafft hat. Wir stellen fest, dass die lokale Presse unserem Anliegen inzwischen sehr aufgeschlossen gegenübersteht. Unsere große Hoffnung ist, dass es dabei bleiben möge. Die Veranstaltung Walksfeldes im Juni d.J. in Duvensee, mit den schwachen Auftritten einiger Politiker, hallt immer noch nach. Berichte dazu befinden sich auf unserer Webseite.

Es ist zu beklagen, dass der Schwung aus der Gründungszeit unserer BI zum Erliegen gekommen ist. Viele Akteure sind aus verschiedenen Gründen privater, beruflicher und gesundheitlicher Natur im Moment nicht in der Lage, ihr bisheriges Engagement fortzusetzen. Einige wenige halten den „Betrieb“ aufrecht und stoßen dabei an ihre Grenzen. Daher ergeht die dringende Bitte an die Bewohner in den angeschlossenen Dörfern, sich wieder verstärkt mit ihrem Wissen und Können einzubringen. Unsere bisherige Arbeit und unsere Erfolge sollten Ermutigung genug sein.

Ein Vorbild in dieser Hinsicht ist die neu gegründete BI „Gegenwind vom Schaalsee“. Auf der GV-Sitzung in Seedorf am 19. September hat sich der dortige Gemeinderat gegen die Errichtung von WKA in Seedorf und Klein Zecher ausgesprochen. Es wurde einstimmig beschlossen, sich der Argumentation der BI anzuschließen. Das ist ein riesiger Erfolg und eine schöne Belohnung für die Angehörigen der BI.

Die lärmgeschädigten Grinauer Bürger werden sich der Aktion ihrer Leidensgenossen aus Siebenbäumen anschließen. Sie haben sich bereits auf Anregung durch den Landesverband Gegenwind mit Anschreiben an die Behörden gewandt.

Angeregt durch einen Fernsehbericht, der die Praktiken einiger Bundesländer aufzeigt, den Windkraftbetreibern Rabatte von bis zu 90 Prozent auf Ausgleichszahlungen für den Naturschutz zu gewähren, schlug Claudia Messemer vor nachzufragen, wie dies in S. – H. gehandhabt wird. Sie wird versuchen, die Adressaten für entsprechende Anschreiben herauszufinden.

Es stehen in naher Zukunft einige Entscheidungen zum Thema Windenergie an. Da es dafür auf regionaler – und auch Landesebene keine festen Termine gibt, wurde unser Treffen um 21.50 Uhr ohne die Festlegung eines Termins für das nächste Treffen beendet.             WT



Treffen der Bürgerinitiativen gegen WKA in Krukow am 19.09.2016

Bernhard Wieck hatte zu einem Treffen der Bürgerinitiativen aus dem Herzogtum geladen und viele kamen zum Gemeinschaftsraum der Freiwilligen Feuerwehr nach Krukow. Vertreter der BI aus Brunstorf,  Krukow und Umgebung, Lütau, der Schaalseeregion (Gegenwind vom Schaalsee), Schulendorf, Sierksrade und Umgebung (BI „Unsere Dörfer gegen WKA“) und Walksfelde stellten sich vor und gaben einen Umriss ihrer Aktivitäten wieder. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass in vielen Orten, in denen Eignungsflächen für WKA ausgewiesen sind, ähnliche Probleme herrschen. Vom teilweisen Desinteresse der Bewohner, ihrer Resignation („wir können ja doch nichts machen“), der Scheu aus Angst vor Unannehmlichkeiten ihre Meinung zu äußern bis hin zum Problem der Befangenheit in den Gemeindevertretungen wussten alle zu berichten. In fast allen Dörfern sitzen Eigentümer der infrage kommenden Flächen im Gemeinderat. Die Dreistigkeit, mit der diese Leute gegen die Befangenheitsregeln der Gemeindeordnung verstoßen, indem sie über ihre eigenen Vorteile aus der Windkraftnutzung mitdiskutieren, abstimmen und beschließen, ist unerträglich. Die Mitglieder aller BI werden diese Praxis immer wieder an die Öffentlichkeit bringen.  

Weiterhin werden in immer mehr Dörfern Stellungnahmen zur Umgebung nach dem Kriterienkatalog der Landesplanung verfasst. Ein Lübecker Planungsbüro leistet auf diesem Gebiet Hervorragendes. Fakten des Natur- und Denkmalschutzes, Abstandsregelungen, Umzingelungswirkung usw. werden akribisch zusammengetragen. Das jüngste Beispiel aus Walksfelde wurde vorgestellt. Mitglieder der neu gegründeten BI „Gegenwind vom Schaalsee“ haben die Kieler LaPla mit rund 150 Protestbriefen „zugeschüttet“, was den Behördenleiter Herrn Schlick veranlasste, dort anzurufen und symbolisch die weiße Fahne zu schwenken.

Bernhard Wieck berichtete von einer Versammlung der bundesweiten Initiative „Vernunftkraft“. Dort wurde deutlich, dass es sehr schwierig ist, gegen die finanzkräftige, mit PR-Leuten durchsetzte Windkraftlobby zu bestehen. Der Landesverband Gegenwind ist weiterhin sehr aktiv. Die guten Kontakte zur Politik und den Verwaltungen in Kiel werden durch fruchtbare Dialoge gepflegt. Es werden gerade Modelle zur besseren Kommunikation und Vernetzung der BI landesweit diskutiert und entwickelt.

Der Abend wurde um 21.50 Uhr beendet. Das Fazit ist: Zunächst ist es sehr hilfreich, dass sich die einzelnen Initiatoren der BI nun persönlich gesehen und Worte gewechselt haben. Das Vorhaben, noch intensiver zusammenzuarbeiten wird dadurch sehr erleichtert. Der Austausch über Erfahrungen und Vorgehensweisen brachte für alle neue Erkenntnisse.  Wir werden nicht müde werden, die Anwohner in den betroffenen Gebieten durch stetige Information „wachzurütteln“, sowie ein Auge auf die Praktiken in den Gemeindevertretungen haben.

Unser Dank gilt Bernhard Wieck für die Organisation dieses informationsreichen Abends. Es ruft förmlich nach einer regelmäßigen Wiederholung. WT


Expertengespräch der Landesregierung zum Thema Einbeziehung des Bürgerwillens in den Planungsprozess vom 08. September 2016


Zitat Ministerpräsident Albig aus den "Kieler Nachrichten": “Es sei jedoch sein fester politischer Wille, die 44 Terrawattstunden, die vor ein paar Jahren noch von den drei Atomkraftwerken Krümmel, Brokdorf und Brunsbüttel erzeugt wurden, regenerativ zu ersetzen. Schleswig-Holstein müsse Energieexportland bleiben." Dieses Zitat entlarvt diese, wie auch schon viele andere vorher, als weitere Alibiveranstaltung. Es ist ist nicht erkennbar, dass unsere Landesregierung den ernsthaften Willen hat, auf die betroffene Bevölkerung im ländlichen Bereich zuzugehen.

Die Presseerklärungen der im Landtag vertretenen Parteien finden Sie hier:

Eine Presseinformation des Landesverbandes Gegenwind ist ebenfalls enthalten. Frau Susanne Kirchhof kommt noch zu folgender Einschätzung:

1. Die weitere Verzögerung des vorgesehenen Planungsverlaufs zeigt,  welche Probleme sie in der Landesplanung zu bewältigen haben. Durch  den Ausle-gungsbeginn erst ab Anfang Januar wird es durch die 4monatige  Ausle-gungsphase definitiv keine Verabschiedung der Regionalpläne noch  in der laufenden Legislaturperiode geben können.  

2. Selbst Chef-Lobby-Jurist Ewer gesteht zu, dass die Gemeinden (und  entsprechend auch die Bürger durch Bürgerentscheid) bei  Höhenbegrenzungen weiterhin eine Gestaltungsmöglichkeit haben. Niemand  wird hier 50m fordern, aber mit z.B. 100m haben die Gemeinden, Bürger  und Initiativen einen gewaltigen Hebel in der Hand, den sie im  nächsten Jahr massenhaft nutzen können und sollten und den geplanten  Ausbau empfindlich verzögern oder sogar stoppen können!  

3. Ein weiterer wichtiger Hinweis ist die Aussage von der  Landesplanung, dass jegliche Einwendungen von Gemeinden oder  Privatpersonen inhaltlich nicht auf den Kriterienkatalog beschränkt  sein müssen.

Bernhard Wiek von der Bürgerinitiative "Gegenwind in Krukow" bringt es auf den Punkt: "Man sollte wirklich Innehalten, Fehler analysieren, sie korrigieren und das Projekt damit völlig neu ausrichten, denn dass das ganze aus dem Ruder gelaufen ist, ist doch mittlerweile jedermann klar."


Rund ein dreiviertel Jahr Bürgerinitiative „Unsere Dörfer gegen WKA“ – Ein Tätigkeitsbericht

Dieses unsägliche OVG-Urteil, alle demokratischen Prozesse sind ausgehebelt. Wie heißt es doch so schön auf „klinkrade.de“ nach dem fulminanten Ergebnis des zweiten Klinkrader Bürgerentscheids: „Abstimmungsleiter Christian Sparbier verkündete mit dem Abstimmungsergebnis das faktische Ende aller aktuellen Bestrebungen, in Klinkrade einen Bürgerwindpark zu errichten“. Doch die Schleswiger Richter haben alles einkassiert. Gemeinden haben keinen Einfluss mehr. Baugenehmigungen werden nur noch in Kiel erteilt.

Die Projektierer wittern Morgenluft. Sie schwärmen aus, um die Grundeigentümer mit hohen fünf- bis sechsstelligen Pachteinahmen (je nach WKA-Anzahl) zu locken. Den Anfang macht Bliestorf. Auf einer Bürgerversammlung tritt der Betreiber in Begleitung eines Rechtsanwalts auf. Der redet unverhohlen über Zuwendungen an die Gemeinde im Falle einer Zustimmung. Der Grundbesitzer des Gutes Bliestorf kann seine Freude über die Aussicht auf eine sprudelnde Geldquelle nur schwer verbergen. Er spricht schon von großzügigen Regelungen für seine jetzigen Pächter. Das alles vermag die Bliestorfer jedoch nicht zu überzeugen. Sie haben ja schon die Kastorfer WKA direkt vor der Nase.

In Sierksrade ist man da schon umsichtiger. Zur Vorstellung werden außer der Betreiberfirma auch die Vorsitzende des Landesverbands „Gegenwind SH“, sowie der Leiter des „NABU“ aus Mölln eingeladen. Es entsteht eine muntere und sachliche Diskussion. Die „LN“ titelt später: „Schwerer Stand für Windanlagenbauer“.Wir kommen ins Gespräch und stellen schnell fest: Düchelsdorf, Klinkrade und Sierksrade, überall das gleiche.  Die Gier einzelner schert sich nicht um den Willen der Mehrheit. Es wird beschlossen, unsere Kräfte dörferübergreifend zu bündeln. Viele Leute haben viele Talente.   

Aus immer mehr Dörfern finden sich Menschen zusammen. Menschen von anderen, älteren Initiativen geben uns wertvolle Tipps. Es werden regionale Behörden besucht. Die zuständigen Institutionen in Kiel werden angeschrieben. Einige Behördenmitarbeiter singen daraufhin ihr Klagelied. Sie fühlen sich nicht ernst genommen, teilweise hintergangen durch die Landesregierung. Natur- und Denkmalschutz scheinen nicht mehr zu existieren. 

Wir nehmen als Zuhörer an div. GV-Sitzungen teil. Die bloße Präsenz der Leute aus anderen Gemeinden trägt zur Verunsicherung der Windkraftbefürworter bei und sorgt gleichzeitig für Solidarität zwischen den Dörfern. Ein Amtsvorsteher ist sichtlich genervt von unseren Aktivitäten. Er verkündet öffentlich, dass alle plebiszitär-(direkt-)demokratischen Prozesse abgeschafft werden sollten. 

Andere Ämter und Gemeinden nutzen unser inzwischen großes Archiv an Informationen. Sie haben erkannt, dass sie, wenn überhaupt, nur sehr spärlich durch die Landesregierung informiert werden. Die Themen Rund- und Beratungserlasse, Kriterienkataloge etc. sind für einige Ämter und Bürgermeister zum großen Teil absolutes Neuland. Eines unserer Mitglieder kämpft sich regelmäßig durch den „Papierdschungel“ der Kieler Behörden, so dass eben auch leitende Verwaltungsbeamte und Bürgermeister von ihren Interpretationen profitieren können.  

Aus Gesprächsrunden mit Bundestagsabgeordneten kommt die Erkenntnis, dass zunächst nicht von den starren Zielen in der Energiepolitik abgerückt wird. Auf der großen Regionalveranstaltung in Bad Oldesloe versuchen der Chef der Staatskanzlei, die MELUR-Staatssekretärin und einige Mitarbeiter des Landesplanungsamtes das Volk zu beruhigen und kündigen ein paar Maßnahmen an, nur um sie nach ein paar Wochen wieder einzukassieren.

Den Unmut darüber bekommen die Regionalpolitiker zu spüren. Auf einigen Nachfolgeveranstaltungen werden Kreistags- und Landtagsabgeordnete damit konfrontiert. Bei dem Versuch einer Rechtfertigung der Landespolitik geben alle, inklusive der Staatssekretärin aus dem Kieler Umweltministerium, eine mehr oder weniger hilflose, teilweise sogar lächerliche Figur ab. Eines ihrer Lieblingsargumente ist unsere angebliche Angst vor technischen Neuerungen. Dass sie es mit Bürgern eines durchschnittlichen Bildungsstands zu tun haben, begreifen sie erst ganz allmählich. Die Bürgerinitiativen aus dem gesamten Herzogtum decken schonungslos ihre Unwissenheit und Handlungsunfähigkeit auf. Es ist übrigens alles in der regionalen Presse nachzulesen. Durch uns aufmerksam geworden, berichtet sie über alle Ereignisse rund um das Thema Windkraft   

Mittlerweile haben  die Bemühungen bewirkt, dass sich der Kreistag parteiübergreifend gegen den Bau von WKA im Naturpark lauenburgische Seen ausgesprochen hat. Den Anstoß für die Diskussion können wir regionalen Bürgerinitiativen uns auf die Fahne schreiben. Weitere Aktionen werden angeschoben. Das Biosphärenreservat Schalsee ist z.B. wieder im Gespräch. Gezwungen durch den Kriterienkatalog  beginnen  die Gemeinden, sich stärker mit dem Umfeld ihres Ortes zu befassen. Charakteristische Landschaftsmerkmale, Naturschutz, Denkmalschutz, Topographie, Attraktivität für Tourismus sind nur einige Beispiele. Viele Leute beobachten ihre Umgebung intensiver und teilen Ort und Zeit der gesichteten Großvögel mit. Der Experte für Vogelschutz in unseren Reihen sorgt dafür, dass Seeadler, Rotmilan Schwarzstorch & Co. bei den richtigen Stellen registriert werden. 

Die nach wie vor ungebrochene Spendenbereitschaft unserer Mitbürger/innen versetzt uns in die Lage, diese Webseite zu betreiben. Sie wird durchschnittlich 17 Mal am Tag angeklickt. Eine achtseitige Broschüre konnte herausgegeben werden. Texte, Grafiken, Layout und Druck wurden teilweise ehrenamtlich, teilweise professionell gegen stark reduziertes Entgelt angefertigt. Auch diese Realisierung haben wir einem entsprechend gefüllten Spendenkonto zu verdanken. Regionale Unternehmen bieten ihre Unterstützung an, die wir mit großem Dank annehmen.

Unsere Landesregierung hat inzwischen begonnen, zurückzurudern. Ministerpräsident und Umweltminister haben zumindest schon einmal den Zeitplan für ihre Zielerfüllung um zehn Jahre verlängert. Es ist Landtagswahlkampf und sie sehen, dass die Zustimmung zu ihrer Energiepolitik langsam schwindet. Die Zahl ihrer potentiellen Wähler wird somit auch immer kleiner. Dafür sorgt auch die Information unserer Mitbürger/innen durch alle BI in unserem Kreis. Ein Teil davon zu sein, erfüllt uns mit einem gewissen Stolz, zumal wir erst seit Oktober 2015 aktiv sind.  

„Was ist denn nun mit eurer Bürgerinitiative? Man hört ja gar nichts mehr!“ Diesen und weitere hämische Kommentare der WKA-Befürworter am Jahresbeginn haben wir erfolgreich widerlegt. Der große Zuspruch unserer Mitbürger/innen, die erfolgreichen Denkanstöße, aber auch  die teilweise hilflosen Reaktionen der Regionalpolitik etc. ermutigen uns, weiterzumachen.   KJ+WT                                       

Bericht zum Informations- und Diskussionsabend in Duvensee vom 2. Juni 2016

Die Bürgerinitiative „Für Menschen und Umwelt in Walksfelde“ hatte am 02.06.2016  zu einem Diskussionsabend nach Duvensee geladen. Vor rund 150 Menschen dankte Walksfeldes Bürgermeister Horst Soecknick zunächst der Gemeinde Duvensee, dass  sie das Gemeindehaus zur Verfügung gestellt hatte, bevor er dann mit einer kurzen Einleitung, in der er nochmals die bekannten Dinge zum Thema Windkraft umriss, die Veranstaltung eröffnete.

Die anwesenden Politiker, Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU), die Landtagsabgeordneten Burkhard Peters (Bündnis 90/Die Grünen), Peter Eichstädt (SPD) und der Vorsitzende des NABU-Mölln, Heinz-Achim Borck begannen um 19.00 Uhr mit der Podiumsdiskussion, bei der die  souveränen Moderatoren Dr. Kai Höfken und Prof. Dr. Edgar Vollmer die Themenbereiche vorgaben.   

Zum Bereich Schall/Infraschall sagte Klaus Schlie, dass es keine belastbaren Studien dazu gibt. Auf bloße Vermutungen hin kann man dieses Thema daher nicht in den Planungsprozess integrieren. Burkhard Peters erklärte, dass Studien und Messungen vom MELUR in Auftrag gegeben werden und ein Workshop hierzu stattfindet. Es wäre sinnvoll, mit der Errichtung weiterer WKA zu warten, bis Ergebnisse bekannt sind.  Klaus Schlie betrachtet das nun als Arbeitsgrundlage für den Landtag.

Zum Thema Artenschutz beklagte Heinz-Achim Borck, dass der auf den Regionalveranstaltungen propagierte Schutz der Großvogelarten nicht praktiziert wird. Es wird vermutet, dass mit Gefälligkeitsgutachten gearbeitet wird, durch die der Bestand der Tiere gefährdet ist. Dagegen verwahrten sich alle Politiker vehement. Das offene Geheimnis, dass es hierbei landesweit oft nach dem Prinzip „Wes‘ Brot ich ess‘, des‘ Lied ich sing‘“ geht, ist wohl noch nicht bis zum Landtag vorgedrungen. Das „Helgoländer Papier“, in dem die Abstände zu den Brutrevieren der Vögel festgelegt wurden, wird nur bedingt oder gar nicht durch die Planer berücksichtigt. Der NABU Mölln hat dafür gesorgt, dass sich der Kranich wieder in unserer Region ansiedelt. Es wurden Gelege ehrenamtlich Tag und Nacht bewacht, was dazu führte, dass inzwischen rund 200 Brutpaare wieder bei uns heimisch sind. Diese Arbeit wird nun durch die LaPla torpediert, weil sie den Kranich nicht als schutzwürdig einstuft.  

Die Denkmalschutz-Diskussion wurde mit einer Fotomontage eröffnet. Sie zeigt einen Blick auf die Möllner Altstadt mit dahinter aufragenden WKA, wenn sie denn auf der vorgesehenen Abwägungsfläche gebaut würden. Darüber echauffierte sich Klaus Schlie, weil seiner Meinung nach mit solchen Bildern unnötig Emotionen geschürt werden. Wir betrachten das als legitim, denn viele Baudenkmäler in unserer Region sind noch nicht einmal in der Karte der LaPla verzeichnet.

Als nächstes kam die unverhältnismäßige Belastung der Bevölkerung zur Sprache.  Wir zahlen hohe Strompreise, Immobilien verlieren ihren Wert, Dörfer leiden unter den Auswirkungen der WKA der Nachbardörfer, nur damit einige wenige Betreiberfirmen und Landbesitzer profitieren. Auf die Frage, was die Politik dagegen zu tun gedenke, kamen keine sinnvollen Antworten.


Die Frage, warum der forcierte Ausbau der Windenergie in SH sein muss hatte sich für den Abend erledigt. Klaus Schlie präsentierte die Ergebnisse des Energiegipfels zwischen der Bundesregierung und der Bundesländer vom Vorabend. Eine Maßnahme wird die Deckelung der Anzahl neuer WKA sein. Es werden nur noch so viele Genehmigungen erteilt, wie Kapazität für deren Stromtransport vorhanden ist. Da es jetzt schon Abschaltungen wegen der Netzüberlastung gibt, dürften nach unserem Verständnis bis auf weiteres keine Anlagen mehr errichtet werden. Dazu gab es aber keine Äußerungen der Politiker. Wir werden die Entwicklung beobachten.

Welche Erkenntnisse bleiben von diesem Abend? Um es deutlich vorweg zu sagen: Nicht viel Neues. Klaus Schlie bezeichnete es als Fehler, dass die Landesregierung mit immer neuen Karten mit Abwägungsflächen für Unruhe sorgt. Burkhard Peters instrumentalisierte die jüngsten Flutkatastrophen in Süddeutschland und die Elbefluten und suggerierte, dass der Klimawandel wahrscheinlich nicht so weit fortgeschritten wäre, wenn in unserem Land bereits mehr Windräder stehen würden. Unsere Vorbehalte gegen die WKA-Technik verglich er mit der Angst der Menschen vor dem Bau der ersten Eisenbahnen im 19. Jahrhundert. Angesprochen darauf, dass im neuesten Runderlass nur noch 250 Meter Abstand als hartes Tabukriterium gelten, entfuhr ihm ein „das stimmt so nicht“. Er versuchte, die klaren Aussagen des Erlasses wenig glaubhaft mit angeblichen Richtlinien über eine 3H-Regelung zu entkräften. Peter Eichstädt kennt sich zusammen mit seinen Kollegen offensichtlich im eigenen Wirrwarr von Terminen und Eingabefristen für Gemeinden und Bürger nicht aus. Sie wussten nichts über den Erlass, in dem die Gemeinden bis zum 31.05.2016 Zeit für eine Stellungnahme hatten („das muss ich überprüfen“). Ebenfalls unbekannt war der 17.05.2016 als Termin, zu dem die Landesregierung ausführlich Stellung zu den Kriterien nehmen wollte (natürlich ist die noch nicht erfolgt). Auch bei anderen Fragen aus dem Publikum glänzten alle Politiker mit Nicht-Wissen. Dem Bürgermeister aus Kühsen ist wohl inzwischen aufgegangen, dass die von den Betreibern avisierte Gewerbesteuer nirgendwo fließt. Deshalb forderte er als Windkraftbefürworter, dass die Gemeinden durch Zuwendungen der Betreiberfirmen ebenfalls ein Stück vom Kuchen abbekommen. Darauf erwiderten alle, dass damit der Korruption Tür und Tor geöffnet würden.

Die Erklärung einer Dame aus dem Südkreis brachte es auf den Punkt: Die Politik hat mit Äußerungen, Versprechungen, zurückgenommenen Versprechungen, Fehlinformationen etc. jegliche Zustimmung verspielt. Die zum größten Teil unvorbereiteten Politiker in Duvensee haben nicht zur Rückgewinnung von Vertrauen beigetragen. Wir werden auch zukünftig gezwungen sein, jede Verlautbarung unserer Landesregierung zu hinterfragen.


Schwarzenbek, 11. April 2016

Die Veranstaltung von Bündnis 90/Die Grünen schlägt einige Wellen. Die Auftritte der Staatssekretärin Frau Dr. Ingrid Nestle und des energiepolitischen Sprechers der Landtagsfraktion der Bündnisgrünen, Detlef Matthiessen haben eher zu weiterer Verunsicherung geführt. Anzeichen der propagierten "Mitnahme der Bevölkerung" gab es so gut wie keine. Ene kleine Chronologie aus den "Lübecker Nachrichten" finden sie hier:

Info-Abend
Bericht und Leserbriefe
Schwarzenbek.pdf (828.32KB)
Info-Abend
Bericht und Leserbriefe
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Bericht zur BI-Versammlung am 12.02.2016


Um 20.05 Uhr eröffnete unser Sprecher Udo Münster die Versammlung im Antik-Café in Labenz. Er konnte 21 Mitstreiter begrüßen.  Das Wort wurde sogleich an Katrin Johansen übergeben. Sie fasste den neuen Beratungserlass des Innenministeriums zur Windkraftplanung zusammen. Die Landesregierung zeigt hier eindeutig die Grenzen der gemeindlichen Bauleitplanungen auf. Klargemacht wird das, was wir schon wissen: Es müssen sich nämlich alle Bauleitpläne den in Aufstellung befindlichen Zielen der Raumordnung unterordnen, die da sind 300% (Albigs Ziel), es wird aber auch direkt gedroht, und das ist wichtig: "Bauleitpläne, die eine faktische Verhinderungsplanung bewirken, sind rechtlich nicht zulässig, weil sie den Zielen der Raumordnung widersprächen". Es wird klar gesagt, dass sich die Windenergie innerhalb der Vorranggebiete  durchsetzen muss (300%!!!) und Gemeinden das nicht verhindern dürfen, sogar vorhandene Bauleitpläne müssen nachträglich mit den neuen Zielen in Einklang gebracht werden, da sie sonst nichtig sind! Es steht den Gemeinden jedoch grundsätzlich frei, frühzeitig ihre eigenen konzeptionellen Überlegungen zur Windkraftnutzung im Gemeindegebiet zu erarbeiten und diese Überlegungen an die Landesplanungsbehörde zu übermitteln, denn die würde diese Zusatzinfos dann in ihre Abwägungen bezüglich der Vorrangflächen aufnehmen. Es ist also superwichtig, dass betroffene Gemeinden bis zum Termin EndeMai dieses Jahres  ihr Territorium ganz genau auf alle harten und weichen Kriterien untersuchen sollten, da sie danach nicht mehr in den Prozess der Flächenfindung eingebunden werden (bzw. nur unzureichend). Es wird nämlich klar gesagt: Wenn die Konzepte später kommen, können diese nur im Anhörungsverfahren berücksichtigt werden. Jetzt wird also Druck gemacht, und bis Ende Mai sind es nur noch 3 Monate, bedrohlicher gesagt 13 Wochen!!!!! Wir erhielten immerhin am 05.02.2016 Kenntnis von diesem Beratungserlass. Es ist offensichtlich, dass die Landesregierung hofft, durch diese knappe Fristsetzung kaum Einsprüche zu bekommen.                                                       Dazu ist nur eins zu sagen: Durch das OVG-Urteil ist die Landesregierung ermächtigt, Landkreise und Gemeinden beim Thema Windkraft zu entmündigen, was sie mit diesem Beratungserlass auch macht. (Anm. d. Red.)


Hinnerk Warter machte darauf aufmerksam, dass sich Seeadler in unserer direkten Umgebung aufhalten. Sie beginnen jetzt mit ihren Balzflügen. Ebenso werden die Rotmilane in Kürze mit ihrer Balz anfangen. Wir sind also aufgefordert, nach diesen Tieren Ausschau zu halten. Mit Hilfe der Smartphone App „ornithopedia europe“ für Android-Systeme können die Vögel leicht identifiziert werden. Unsere Beobachtungen möchten wir bitte unter der Tel.Nr. 01577/9592045 direkt an Hinnerk Warter weitergeben. Er wird alle gemachten Beobachtungen sammeln und sie dann entsprechend dokumentiert an die Behörden übergeben.

Bernhard Wieck berichtete über Aktionen aus dem Südkreis. Es wurde mit Hilfe eines Naturschutz-Beauftragten des Hamburger Senats ein Text als Vorlage für Gemeindevertretungsbeschlüsse verfasst, die so formuliert sind, dass sie nicht von der Landesregierung als Verhinderung im Sinne des o.g. Erlasses aufgefasst werden können. Z.Zt. ist das Thema Vogelschutz das stärkste Kriterium, um WKA zu verhindern. Es ist auch sehr Hilfreich, sich an die Europäische Kommission, Generaldirektion Umwelt zu wenden, weil sich dort der Vogelschutz auf die Fahne geschrieben wurde.

Claudia Messemer machte darauf aufmerksam, dass die untere Naturschutzbehörde, hier speziell die Mitarbeiterin Frau Torkler,  auf Meldungen von uns angewiesen ist. Dass LLUR in Kiel kümmert sich nicht selbst um Naturschutzbelange und wendet sich in anstehenden Genehmigungsverfahren direkt an sie. Sie braucht also „Futter“, welche Naturschutzkriterien einem Bau von WKA entgegenstehen. Unser Eindruck ist, dass die Arbeit dort sehr ernst genommen wird.

Das Unesco Büro der Hansestadt Lübeck hat bis jetzt noch nicht auf unser Anschreiben, die Sichtachsen auf das Weltkulturerbe Hansestadt Lübeck betreffend, reagiert. Wir werden uns jetzt an die Europäische Niederlassung der Unesco in Paris wenden.

Gegenstand der Baugenehmigung für die zwei WKA auf Siebenbäumener Gebiet war die Schaffung von Ausgleichsflächen mit einer speziellen Bepflanzung, damit sich dort Beutetiere für den Rotmilan ansiedeln, um die Vögel von den WKA wegzulocken. Zusätzlich sollten 75 Meter Knick neu angepflanzt werden. Wir werden Einsicht in die Lagepläne nehmen. Es besteht nämlich der Verdacht, dass diese Flächen sich mit den Abwägungs- und Vorrangflächen für WKA der Landesregierung überschneiden.  

Mit der Absicht, sich am Freitag, dem 11. März um 20.00 Uhr im Antik-Café in Labenz wieder zu treffen, endete die Versammlung um 21.40 Uhr.  WT    

 

 Bericht zur BI-Versammlung am 08.01.2016

Unser Sprecher Udo Münster eröffnete die Zusammenkunft im Antik-Cafe in Labenz um 20.07 Uhr und begrüßte 28 Teilnehmer. Er berichtete zunächst über die Verteilung der für uns kostenlosen Flugblätter des  "Landesverband Gegenwind SH". Unsere BI hatte 4500 Exemplare bestellt und auf eigene Kosten die gleiche Anzahl Aufkleber mit unseren Kontaktdaten drucken lassen. In einer „Klebeaktion“ wurden diese dann am 28.12.2015 auf die Prospekte gebracht, um auf unsere BI und den regionalen Bezug aufmerksam zu machen. Sie sollten über die „Markt“-Zeitung als Beilage verteilt werden. Zu diesem Zweck mussten 3600 Exemplare noch im alten Jahr in ein Verteilzentrum nach Rendsburg gebracht werden, damit sie der „Markt“-Ausgabe vom 06. Januar beiliegen konnten. Die Verteilung der restlichen Exemplare die wir nicht über den Markt verteilen konnten wurde von Mitgliedern unserer BI selbst durchgeführt. Obwohl einige Textabschnitte im Flugblatt nicht ganz unseren Vorstellungen entsprachen, haben wir die Aktion durchgeführt weil die Zeit für eine abschließende Abstimmung der Texte nicht vorhanden war. In dieser „Markt“ Ausgabe vom  06. Januar wurde unser selbst verfasster Artikel, um eine Einleitung des Redakteurs Herrn Nordmann ergänzt, wörtlich übernommen. Derselbe Artikel wurde auch als Leserbrief in „Herzogtum direkt“ veröffentlicht. Damit wurde aus unserer Sicht alles in der kürze der Zeit mögliche getan, um auf die Veranstaltung des Ministerpräsidenten und die Demo in Kiel am 12. Januar 2016 aufmerksam zu machen. Auf dieser Demo sollen sich alle anwesenden BI aus Schleswig-Holstein kurz vorstellen. Als Sprecher für uns wird Wolfgang Reger aus Sierksrade auftreten. Die Teilnehmer an der Demo wollen sich am 12. Januar um 14.00 Uhr auf dem Gelände der Fa. Stöber, Rapskoppel 3-5 in Kastorf treffen um ich spätestens um 14.30 Uhr auf den Weg nach Kiel zu machen.

Das Landesplanungsamt und Herr Ministerpräsident Albig durch die Staatskanzlei haben auf unsere Anschreiben vom 15. November 2015 geantwortet. Diese Briefe sind erst heute eingegangen. Sie werden eingescannt und über den BI-Mailverteiler geschickt.

Herr Bernhard Wieck aus Lütau berichtete über eine Versammlung der BI in Brunstorf. Dort sollen 4 WKA errichtet werden, die durch zwei weitere Anlagen der Nachbargemeinde Dassendorf ergänzt werden sollen. Eine von der BI eingereichte Petition an den Landtag gegen den Bau wurde bisher nicht beantwortet.  Selbst ein anwesender Abgeordneter von den Grünen des Wahlkreises Lauenburg Süd sprach sich bei dieser Veranstaltung gegen den WKA-Bau aus. Auf die Diskrepanz zur Haltung der Bündnis 90/Die Grünen Landtagsfraktion angesprochen bekannte er, seine persönliche Meinung zu vertreten. Mit einer Teilnehmerzahl von 110 Personen konnte die BI nahezu doppelt so viele Menschen informieren als bei früheren Veranstaltungen.

Herr Wieck lud uns zu einer Teilnahme an einer Bürgerversammlung der Gemeinde Brunstorf am 14.Januar 2016 um 19.00 Uhr ein. 

Weiterhin findet ein Gesprächsabend mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Frau Nina Scheer am 18. Januar um 19.00 Uhr Im Gasthaus Basedau in Lütau statt.

Es ist sehr wichtig, dass wir weiterhin alle unsere Beobachtungen in der Natur an die entsprechenden Institutionen melden, nach dem Prinzip „steter Tropfen...“.

Ulrike Meyn stellte den Entwurf für ein Informations-Flugblatt unserer BI vor. Mit einem Umfang von acht DIN A4 Seiten soll es einerseits Fakten liefern, andererseits auch die Emotionen der Leser ansprechen. Diese Grundfassung wurde von den Anwesenden für gut befunden. 

Anfang März soll wieder eine Informationsveranstaltung unserer BI stattfinden. Zu diesem Zweck sind wir auf Mitarbeit angewiesen. Wir suchen einen Raum für ca. 150 Personen. Eine Ausrüstung für Vorträge (Beamer, Leinwand usw.) muss besorgt werden. Die Vorbereitung sollte auf mehrere Schultern verteilt werden. Wer Erfahrung mit der Organisation und Durchführung von Veranstaltungen (z.B. im Festausschuss von Vereinen, Feuerwehren, Verbänden etc.) hat wird herzlich gebeten, sich einzubringen. Familie und Beruf bestimmen unseren Alltag und erfordern unsere ganze Kraft. Die Arbeit für die BI ist für einige Wenige dann nicht mehr zu bewältigen. Die Arbeitsverteilung auf viele Schultern ist notwendig um unsere bisher erfolgreiche Arbeit in einem größeren Kreis fortzuführen.

Abschließend war es notwendig, über Geld zu sprechen. Für eine erfolgreiche Arbeit sind wir weiterhin auf Spenden angewiesen. Jeder Euro ist eine Unterstützung für unsere Arbeit. Wir sollten jede Gelegenheit nutzen, um für Zuwendungen an unsere BI zu werben. Zur Erinnerung noch einmal unsere Bankverbindung:

Heiko Westphal

IBAN: DE4521 3522 4001 7914 0108

BIC: NOLADE21HOL

Sparkasse Holstein

Verwendungszweck: Bi unsere Dörfer gegen WKA

 

Eine Sammlung unter den Anwesenden ergab nahezu die Kostendeckung für die erstellten Flugblatt-Aufkleber.

Mit der Einigung auf den nächsten Versammlungstermin am Freitag, dem 5. Februar 2016 um 20.00 Uhr am selben Ort (Antik Cafe´-Labenz) endete die Veranstaltung um 21.40 Uhr.       WT+UM

Bericht zur BI-Versammlung am 11.12.2015

Zunächst vorweg: Frau Bettina Hansmeyer stellte uns die Räumlichkeiten ihres Antik-Cafés in Labenz für unser Treffen zur Verfügung. Sie bot uns auch an, dieses für alle zukünftigen Versammlungen zu tun. Dies wurde mit Freude angenommen. Dafür sagen wir ihr unseren allerherzlichsten Dank.

Unser BI-Sprecher Udo Münster berichtete vom landesweiten BI-Treffen in Barkelsby in der Nähe von Eckernförde.  Der "Landesverband Gegenwind SH" hatte dazu zum 3. Dezember 2015 eingeladen. Am 12. Januar 2016 findet um 17.00 Uhr in Kiel eine Besprechung zum Thema Windkraft mit dem Ministerpräsidenten Albig und dem Umweltminister Habeck statt. Es werden auch zwei Personen von „Gegenwind“ daran teilnehmen. Zu diesem Anlass soll eine Demonstration dort stattfinden. Das Ziel des Bündnis‘ ist es, möglichst viele Menschen zu animieren, dort hinzukommen. Zu diesem Zweck werden in ganz Schleswig-Holstein Flugblätter verteilt. Jede regionale BI kann mit einem Aufkleber darauf auf sich aufmerksam machen. Die Terminwahl hat natürlich Methode: Die Landesregierung hofft, dass an einem Dienstag um 17.00 Uhr in der Vorweihnachtszeit nur wenige Menschen Zeit finden, zum demonstrieren nach Kiel zu kommen.

Zu dieser Aktion wurden folgende Beschlüsse gefasst: Die Bürgerinitiative „Unserer Dörfer gegen WKA“ tritt dem "Landesverband Gegenwind SH" mit einem Jahresbeitrag von € 80,- bei. Wir bestellen 4500 kostenlose Flugblätter, die durch die Zusteller der „Markt“ Zeitung verteilt werden sollen. Die Verteilung in den Dörfern, die dadurch nicht abgedeckt sind, übernehmen die dort ansässigen Unterstützer. Die Kosten von € 60,-/tsd. Stück übernimmt die BI. Es werden 4500 Aufkleber mit unseren Kontaktdaten für die Flugblätter angefertigt. Zeitnah nach dieser Aktion soll eine Broschüre unserer BI verteilt werden mit dem Ziel, auf unsere regionalen Aktivitäten aufmerksam zu machen. Das Gerüst dafür steht. Sie soll einen Umfang von acht Din A4 Seiten haben.

Wir sind sehr erfreut, dass auch Vertreter der BI aus dem Südkreis gekommen sind. Herr Bernhard Wieck berichtete stellvertretend in einem kurzen Referat über die bisherigen Vorgänge dort. Vieles davon deckt sich mit unseren Erfahrungen. Manche Dinge können wir aber auch als Ergänzung für unsere Arbeit mitnehmen. Es wurde der Entschluss gefasst, dass sich alle BI aus dem Hzgtm. Lauenburg vernetzen, um Gedanken und Informationen auszutauschen und Aktionen abzustimmen.

Frau Evelin Kaminsky aus Sierksrade erstellt eine Webseite und möchte diese auf ihre Kosten online stellen. Zu diesem Zweck werden ihr Dokumente und Texte aus unserer bisherigen Arbeit zur Verfügung gestellt.

Mit Berichten über Gespräche mit einigen Behördenvertretern und anschließenden Gesprächen in kleinen Gruppen wurde der Abend beendet, mit dem Beschluss, sich am 8. Januar um 20.00 Uhr am selben Ort wieder zu treffen.                                                                                                       WT


BI-Treffen am 30. Oktober 2015

23 Unterstützer der BI „Unsere Dörfer gegen WKA“ versammelten sich im Gemeinschaftshaus der Gemeinde Düchelsdorf, die uns ihre Räumlichkeiten dankenswerter Weise wieder zur Verfügung gestellt hatte. In Abwesenheit unseres Sprechers Udo Münster übernahm Claudia Messemer die Moderation. Die Arbeitskreise Öffentlichkeitsarbeit, Genehmigungsverfahren und Natur/Gesundheit stellten ihre Ideen und Erkenntnisse vor. Schnell wurde klar, dass es eine Fülle von Informationen gibt, die die Gruppe Öffentlichkeitsarbeit unmöglich in einem Flugblatt unterbringen kann. Es erfolgen daher erst einmal Zusammenfassungen der Gruppen Genehmigungsverfahren und Natur/Gesundheit, die zeitnah über den Mailverteiler an unsere Unterstützer gesendet werden. Es gab viele Anregungen zur Gestaltung eines Flugblatts. Zur Vermeidung der Gefahr, sich in Details zu verlieren wurde angeregt, eine Redaktion zu bilden, der Mitglieder aller Arbeitskreise angehören. Die Versammlung beschloss einstimmig, dass ein Flugblatt herausgegeben werden soll und die Redaktion eigenverantwortlich für die Gestaltung zuständig ist. In noch folgenden Aktionen wird die Bevölkerung weiter wohldosiert informiert.

Es soll Anfang Januar wieder eine große Versammlung stattfinden. Zur Vorbereitung dafür fand sich schnell eine Gruppe zusammen, die sich um einen Raum bemühen und die Themen für die Vorträge zusammenstellen wird.  

Eine Dame will sich daran machen, sich um die Gestaltung einer Webseite für die BI zu kümmern. Sie wird sich auch auf die Suche nach einem günstigen Anbieter für die online Stellung machen. Eine breite Zustimmung der Anwesenden folgte.

Es werden Textvorlagen für Schreiben an die Landesregierung, Behörden, Abgeordnete usw. verteilt werden, damit wir sie mit persönlichen Briefen „bombardieren“ können.

Eine Karte, auf der die Sichtachsen auf das Unesco Weltkulturerbe Hansestadt Lübeck eingezeichnet sind, führte zu dem Beschluss, die zuständigen Stellen in Lübeck über die Entwicklung in unserer Region in Kenntnis zu setzen.

Auf dem Spendenkonto der BI befinden sich z.Zt. rund 600,- €. Die Kosten für die Flugblattaktion sind damit gedeckt. Es wird aber auch deutlich, dass wir verstärkt um weiter Spenden werben sollten.

Für unser nächstes Treffen am Donnerstag, dem 3. Dezember 2015 um 20.00 Uhr stellt uns die Inhaberin des Antik-Cafes in Labenz freundlicherweise ihre Räumlichkeiten zur Verfügung.

Mit dem Hinweis, Augen und Ohren nach weiteren Aktivitäten der Windkraft-Projektierer offen zu halten und darüber zu berichten, beendete Claudia Messemer die Zusammenkunft.    WT

BI-Treffen am 16. Oktober 2015

25 Unterstützer der BI „Unsere Dörfer gegen WKA“ versammelten sich im Gemeinschaftshaus der Gemeinde Düchelsdorf, um über weitere Schritte zu beraten. Nach einem kurzen Resümee unseres BI-Sprechers Udo Münster über die  bisherigen  Aktionen entwickelte sich eine sehr konstruktive Gesprächsrunde. Kurze Berichte über wissenschaftliche Studien zum Thema Schall/Infraschall,  Zwischenstandsbericht der Landesregierung zum Thema WKA, Informationsbesuch beim LLUR in Lübeck und GV-Sitzungen der Gemeinden Sierksrade und Klinkrade folgten. Es wurde deutlich, dass die Themenbereiche sehr umfangreich sind. Schnell reifte die Erkenntnis, dass zu ihrer Bewältigung die Bildung von Arbeitskreisen notwendig ist. Es werden zukünftig die Bereiche Öffentlichkeitsarbeit, Genehmigungsverfahren und Natur/Gesundheit von Gruppen bearbeitet, für die sich schnell Leute zur Mitarbeit fanden. Ein vierseitiges Informationsblatt soll schnell erstellt werden, um bei den betroffenen Anwohnern für weitere Erkenntnisse zu sorgen.

Es fehlen in einigen Dörfern noch Delegierte, die Kontakt zu örtlichen Gremien halten. Einige WKA-Befürworter beklagen inzwischen die Geräuschbelästigung durch die Kastorfer und Siebenbäumener Windräder, ein Zeichen dafür, dass auch in diesen Kreisen die Akzeptanz zu bröckeln beginnt. Das Sammeln dieser und weiterer Informationen ist für unsere Arbeit enorm wichtig.

Mit dem festen Vorhaben, die Euphorie und den Anfangsschwung beizubehalten, wurde die Versammlung nach rund zwei Stunden beendet. Das nächste Treffen findet am 30. Oktober 2015 wieder im Düchelsdorfer Gemeindehaus statt. Zum Schluss noch einmal der Hinweis, dass unsere Runden öffentlich sind und wir keinesfalls hinter verschlossenen Türen handeln.   WT