Erstellt: 25.09.2017 

Liebe Mitstreiter/innen und Interessierte!

Das Wahlergebnis bundesweit ist bekannt. Deshalb hier "aufgedröselt" die Erbebnisse aus Schleswig-Holstein, den Wahlkreisen 10 und 11 (Herzogtum Lauenburg Süd und Nord), sowie der Ämter Sandesneben-Nusse und Berkenthin.

Erststimmen Schleswig-Holstein gesamt:


Zweitstimmen Schleswig-Holstein gesamt:


Erststimmen Wahlkreis 10 (Lauenburg Süd und angrenzende)

Zweitstimmen Wahlkreis 10

Erstimmen Wahlkreis 11 (Lauenburg Nord und angrenzende)

Zweitstimmen Wahlkreis 11

Weitere Ergebnisse aus den Ämtern und einzelnen Gemeinden können unter folgenden Links abgerufen werden: http://amt-sandesneben-nusse.de/
Hier sind unter "Bundestagswahl 2017" die Ergebnisse der einzelnen Amtsgemeinden der Wahlkreise 10 und 11 aufgeführt.
Für das Amt Berkenthin gilt folgender Link:  http://wahlen.luebeck.de/app/btw2017.html  Etwas weiter unten gibt es auf der linken Seite den Punkt "Gemeinden Amt Berkenthin".

Für uns Windkraftkritiker heißt es nun: Abwarten! Wichtig ist: Wir lassen uns von keiner Partei vor ihren Karren spannen, besonders nicht von der AfD, von der es ja bereits im Wahlkampf entsprechende Versuche gab.


Erstellt: 03.09.2017

Programmvergleich aus der Redaktion der ARD-Tagesschau

Wie die Parteien die Energiewende gestalten wollen

 

 

 

Wer will einen schnellen Kohleausstieg? Wer möchte die Atomkraftwerke länger laufen lassen? Wer will das Erneuerbare-Energien-Gesetz abschaffen und wer will es wie reformieren? Die Positionen der Parteien zur Energiepolitik im Überblick.

 

 

Die Grünen und die Die Linke fordern den Kohleausstieg bis 2030 beziehungsweise bis 2035. Eine hundertprozentige Versorgung Deutschlands mit Ökostrom wolle die Grünen 2030 erreichen, Die Linke bis 2040. Union, SPD und FDP unterstützen zwar den Ausbau erneuerbarer Energien. Die FDP verlangt aber das Ende der Subventionierung durch das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und fordert, dass auch für Wind-, Wasser- und Sonnenkraft die Regeln des Marktes gelten müssen. Auch die AfD fordert das Ende des EEG. Sie will nicht nur den Ausbau der Windenergie stoppen, sondern auch die Atomkraftwerke bis zum Ende der technischen Nutzungsdauer laufen lassen.

 

 

 

 

Die altbekannten Positionen, ohne weiteren Kommentar

 

 

Erstellt: 25.08.2017

Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung:

Rechtzeitig zur Bundestagswahl werden wieder alle Register gezogen, um uns doch die ach so gelungene Energiewende zu präsentieren:

 

Sprakebüll – tatsächlich zukunftsweisend?
Von Katrin Johansen & Wolfgang Tempel

 

Dr. Habeck und mit ihm seine Landesregierung sind stolz auf ihr Land, insbesondere auf das Dorf Sprakebüll (http://www.schleswig-holstein.de/DE/Landesregierung/V/_startseite/Artikel2017_2/170818_sprakebuell.html), denn Zweifel an Zukunftstechnologien kennen die nicht. Kein Wunder, denn: Überalterung ist hier kein Thema, junge Leute ziehen wieder ins Dorf, Pendler finden in dem Ort, der seit fast 20 Jahren auf alternative Energien setzt, Arbeit. Sprakebüll hat mit 20 Elektroautos die wohl höchste E-Mobil-Dichte in Deutschland. Der Wohlstand aus zwei Bürgerwindparks, Solarenergie und Biogas erlaubt den Bürgern Investitionen, von denen andere nur träumen. Ja Mensch, kein Wunder: 240 Einwohner und die Leute finden dort ohne Ende Arbeit, fahren massenhaft E-Autos und haben alle ganz ganz große Häuser, wie das kleine Propagandafilmchen zeigt, und all‘ das können andere auch, dann kommt auch das schnelle Internet ganz von selbst. Und sauber ist es da, weil die Seniorinnen und Senioren mit ihren E-Bikes ganz ehrenamtlich und voller Freude die blühenden Landschaften durchfahren und pflegen, die finden das auch ganz prima. Da kommt doch die Frage auf, wieso andere Schleswig-Holsteiner diese Entwicklung in Ihren Dörfern blockieren. Jaja, wir sprechen von den Nestbeschmutzern in Siebenbäumen, Grinau, Kastorf, Duvensee, Klinkrade, Berkenthin und auch von den chronischen Verhinderern in Seedorf, Krukow und nicht zu vergessen: Walksfelde! Da könnte es auch so schön sein, wie in Sprakebüll: Null Arbeitslosigkeit, keine Hartz-IV-ler, saubere Bürgersteige, Radwege ohne Ende, glückliche Senioren, eine unfassliche E-Autodichte, Strom umsonst und, und, und… So stellt sich Dr. Habeck sein Land vor, denn er heilt alle Wunden und wird demnächst mit neuen Propagandafilmchen auch die Beltquerung (dem Autobahnrauschen und Güterzugrappeln lauschende, schwerreiche Fehmaraner vor blühenden Landschaften) und die A-20 (wieso ans Meer fahren, bleibt in Bad Bramstedt, hier rauscht es gleichmäßiger) vermarkten. Dr. Habeck ist unsere Garantie für ein wohlhabendes und zufriedenes Schleswig-Holstein, in dem aus o.g. Gründen für Zweiflerinnen und Zweifler kein Platz ist.


Er übersieht, bzw. verschweigt geflissentlich dabei jedoch ein paar grundlegende Dinge: Der ganze Wohlstand Sprakebülls basiert auf exzessiven staatlichen Zuschüssen. Die Biogasanlagen, die neben den WKA besonders in Nordfriesland seinerzeit wie Pilze aus dem Boden schossen, wissen jetzt schon nicht mehr wohin mit dem Substrat, den Rückständen der Gaserzeugung. Die Entsorgung sorgt für eine Überdüngung der Böden und so fragen die Betreiber schon landesweit nach, wo noch Flächen vorhanden sind, auf denen die Höchstgrenze zur Einbringung nitrathaltigen Düngers noch nicht erreicht ist. Zu diesem Zweck fahren somit Transporte mit riesigen Tanks durch die Lande und sorgen dafür, dass das sorgsam eingesparte CO2 wieder in die Luft geblasen wird. Wer übrigens einmal des Nachts unterwegs ist kann beobachten, wie die Tanks auf den Feldern entleert werden und sich fragen, warum das fast ausschließlich im Dunkeln passiert…. Demnächst werden wir Bürger auch hier die Folgen spüren: Denn den größeren Aufwand für die Aufbereitung des nitratbelasteten Trinkwassers muss wer bezahlen? Wir!! Auch das ist ein Beispiel für nicht zu Ende gedachte grüne Politik.

Dipl.-Ing. Rupert Rompel, anerkannter Experte, bemerkt zu Recht, dass Dr. Habeck auch nicht auf das gewaltige Missverhältnis von 20 MW installierter Leistung zu einem Ort mit 230 Einwohnern hinweist. Da helfen auch etliche E-Autos nicht, um bei viel Wind den Überschuss des Stromangebots zu nutzen, der allein schon durch die geringe Einwohnerzahl nicht verbraucht werden kann. Das ganze „Erfolgsmodell" basiert lediglich auf der exorbitanten Förderung durch das EEG, das von den anderen Stromverbrauchern per Zwangsumlage finanziert wird. An einer Stelle wird  verschämt darauf verwiesen, dass Heizöl doch noch die billigere Variante für die Wärmeerzeugung ist. „Bis es Anlass gibt, solche ‚Paradebeispiele‘ wirklich als Erfolg zu verkaufen, werden noch etliche hundert Milliarden Euro von den Stromverbrauchern eingetrieben werden müssen. Denn die Frage einer sicheren Stromversorgung bei Dunkelflaute ist auch mit dem Sprakebüller Modell noch nicht ansatzweise gelöst, wie etliche andere Versuche (z.B. Pellworm, Neumünster) gezeigt haben“, so Rompel. Pellworm, seinerzeit als zukunftsweisendes Projekt der unabhängigen Energieversorgung sehr medienwirksam durch Dr. Robert Habeck angepriesen, ist inzwischen gescheitert und eingestellt. Ein Millionengrab, von dem noch nicht einmal mehr unser Energiewende-Minister spricht.

Es zeichnet sich ab, dass durch die ersten öffentlichen Ausschreibungen für die Errichtung neuer WKA die staatliche Förderung erheblich sinken wird, weil sich die Bieter mit ihren Kalkulationen für benötigte Zuschüsse gegenseitig unterbieten (im Bereich Windenergie auf See gibt es bereits einen Bewerber, der ganz ohne Förderung auskommt). Damit läuft das Sprakebüller Modell Gefahr, in absehbarer Zeit in sich zusammenzufallen, weil ein gewinnorientierter Betrieb ohne kräftig sprudelnde Zuschussquellen eines Tages nicht mehr möglich sein wird, dann ebenfalls garantiert unbegleitet durch Herrn Dr. Robert Habeck…         KJ+WT
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Unser "Gegenwind-SH" Mitstreiter Holger Diedrich weist in diesem Zusammenhang noch auf interessante Informationen hin, die unter den folgenden Links abgerufen werden können:


https://www.youtube.com/watch?v=6F2CjqIiPYA


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Die Branche fängt schon an, sich gegenseitig zu zerfleischen und die Erlöse werden auch im nächsten Jahr niedrig bleiben. Was nach den schönen Ankündigungen der angeblichen Leuchtturmprojekte meist passiert, zeigt exemplarisch das Beispiel Pellworm, das sang- und klanglos (ohne Ministerankündigung) den Bach runterging. Dazu ein paar Beispiele:
Gescheitertes Pellworm-Projekt
Pellworm-16-4-2017.pdf (220.62KB)
Gescheitertes Pellworm-Projekt
Pellworm-16-4-2017.pdf (220.62KB)
Bürgerenergiegesellschaften weiter auf dem Vormarsch
2017-8-maslaton--n561.pdf (132.83KB)
Bürgerenergiegesellschaften weiter auf dem Vormarsch
2017-8-maslaton--n561.pdf (132.83KB)
Windkraftausbau gerät in Schieflage
ErneuerbareEnergien.de.pdf (797.24KB)
Windkraftausbau gerät in Schieflage
ErneuerbareEnergien.de.pdf (797.24KB)
Erstellt: 07.08.2017

MdB Gabriele Hiller-Ohm im Windpark Kastorf-Siebenbäumen

 

 

„Wir haben die Aufgabe, den nächsten Generationen eine intakte Umwelt zu hinterlassen. Ein wichtiger Bestandteil dafür ist die Energiewende durch die Förderung erneuerbarer Energieerzeugung. Mir ist ein ausgewogener Ausbau der erneuerbaren Energien wichtig. Dabei muss Rücksicht auf Natur-, Umwelt- und vor allem auch auf die Menschen genommen werden. Der Windpark in Kastorf-Siebenbäumen zeigt den Erfolg der Energiewende durch die Versorgung von etwa 17.000 Haushalten mit Öko-Strom. Bei der Planung wurde aber auch deutlich, wie wichtig die Einbindung der anliegenden Ortschaften ist. Ich möchte die Energiewende sichtbar machen und lade alle Interessierten herzlich ein, mich in den Windpark Kastorf-Siebenbäumen zu begleiten.“  

 

Dieses Zitat aus der offiziellen Einladung Gabriele Hiller-Ohms, MdB, für unseren Wahlkreis und erneute Kandidatin der SPD für die kommende Bundestagswahl, lockte rund dreißig Interessierte Bürgerinnen und Bürger nach Siebenbäumen. Die Vorsitzende des Landesverbandes Gegenwind, Frau Dr. Susanne Kirchhof, war eigens aus Holtsee, Kreis Rendsburg-Eckernförde, angereist. 
Bei der Begrüßung der Anwesenden stellte sie Herrn Christoph Otte vor. Er ist Mitarbeiter eines Betriebes, der Windparks projektiert, SPD-Mitglied und seit dem 19.06.2013 ordentliches bürgerliches Mitglied im Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und Ordnung der Lübecker Bürgerschaft. Er sollte die fachlichen Aspekte darlegen, Frau Hiller-Ohm die politischen.  

 

 

Christoph Otte referierte zunächst über technische Einzelheiten der WKA. Die Anlage am Treffpunkt ist 175 Meter hoch mit einem Rotorkreis von 112 Metern. Er pries technische Errungenschaften, wie z.B. die in sich drehbaren Rotorblätter, an. Zur Frage des Stroms, der wegen Netzüberlastung nicht eingespeist werden kann, verwies er auf den erfolgten ersten Spatenstich des Projekts „Nordlink“. Dort sollen mit dem überschüssigen Windstrom Pumpspeicherwerke gefüllt werden, die im Bedarfsfall wieder Strom produzieren und an uns zurückliefern. Auf die Nachfrage Susanne Kirchhofs nach konkreten Zahlen dazu und ob sich andere Skandinavische Staaten aus dem Reservoir bedienen können, erwies er sich als sehr dünnhäutig und fühlte sich persönlich angegriffen. Frau Hiller-Ohm beschwichtigte und der Vortrag ging weiter. Eine Aussage war sehr interessant: Er betrachtet noch höhere Anlagen wegen des stets guten Windes in Schleswig-Holsteins als wirtschaftlich unsinnig und bezieht damit Position gegen anderslautende Forderungen des BWE (siehe „Aktuelles“). Seine Aussage, dass ein Jahr 8760 Stunden habe, die Anlagen aber nur rund 2600 Stunden laufen sei hier unkommentiert erwähnt. Er sprach ebenfalls über den Versuch der Wissenschaft, die Energiewende durch eine intelligente Verknüpfung der verschiedenen Arten der Energieerzeugung zu retten. Das Ganze läuft unter dem Oberbegriff „Sektorenkopplung“. 
Viele Windkraftkritiker waren anwesend und so kam es im Verlauf der Veranstaltung zu entsprechenden Diskussionen, bei denen immer wieder mit den bekannten Argumenten hantiert wurde (Häufung der Leukämiefälle im Umkreis des AKW-Krümmel, Windkraftkritiker gleich Atomkraftbewürworter etc. pp.). Auch das 300 Prozent-Ziel wurde mantrahaft wiederholt, obwohl Schleswig-Holstein in der Vergangenheit maximal 190 Prozent Strom auf konventionelle Art produziert hat (siehe Daten statistisches Landesamt).  


Frau Hiller-Ohm war als Initiatorin nicht in der Lage, die Veranstaltung vernünftig zu moderieren. Ständige, teilweise auch unsachliche, Einwürfe aus der Zuhörerschaft zogen die Sache unnötig in die Länge. Es wurde z.B. minutenlang darüber geredet, ob die WKA per WLAN oder Kabel von Husum aus gesteuert werden und ob man mit dem Laptop unter einer WKA WLAN-Empfang hat. Auch bei qualifizierteren Einwürfen schritt sie nicht ein, so dass kein Leitfaden mehr da war und alles zerrissen wurde. So kam am Ende eine Stunde mehr als veranschlagt heraus und somit wurde aus dem angekündigten Gedankenaustausch am Ende nichts mehr. Es entstand der Eindruck, dass Frau Hiller-Ohm es sehr eilig hatte, wegzukommen.  

Fazit: Frau Hiller-Ohm hat sich vor Antworten zu politischen Fragen gedrückt. Sie hat sich, als sie einen gewissen "Gegenwind" spürte, hinter Herrn Otte versteckt und ihn mehr oder weniger allein gelassen. Er musste bei politischen Stellungnahmen zwangsläufig scheitern, mangels ihrer Unterstützung. Als Mitarbeiter eines Unternehmens aus der Windkraftbranche hatte er natürlich seine pro WKA-Position zu verteidigen. Die Tatsache der Lärmbelästigung der Anwohner in Siebenbäumen und Grinau hat sie geflissentlich überhört (Grinau hat sich übrigens per Gemeinderats-Beschluss gegen den Bau von WKA entschieden, hat jetzt aber die Kastorfer Anlagen direkt vor der Nase). Auch auf die Einladung einer Familie  aus Grinau zum Kaffeetrinken auf ihrer Terrasse, um dabei dem Lärm der Windräder zu lauschen, ist sie nicht eingegangen. Frau Hiller-Ohm hat als MdB nicht den Hauch einer Ahnung, was in Sachen Windkraft in ihrem Wahlkreis vorgeht. Sonst wäre sie nicht so völlig unvorbereitet zu diesem Wahlkampfauftritt erschienen. Die Tatsache, dass die alte, SPD-geführte Landesregierung u.a. auch durch fehlende Stimmen aus dem Lager der Windkraftkritiker abgewählt wurde, ist wohl noch nicht bis zu ihr durchgedrungen. Das immer wieder vorgetragene 300%-Ziel und die Aussage Windkraftkritiker gleich Atomkraftbefürworter ist inzwischen abgedroschen, aber scheinbar nicht für Frau Hiller-Ohm oder Herrn Otte. Es ist ein Beispiel dafür, dass viele SPD-Politiker stur ein „weiter so“ propagieren, ohne nach rechts und links zu schauen und zu registrieren, dass die Energiewende eigentlich schon gescheitert ist. Ist es Ignoranz oder Naivität? Frau Hiller-Ohm ist ein weiteres Beispiel für SPD-Politikerinnen und Politiker, die nicht daran denken, sich über Sorgen, Ängste und Nöte der Menschen in ihren Wahlkreisen zu informieren. Ihre Absicht, anhand des Windparks Kastorf/Siebenbäumen eine gelungene Energiewende zu demonstrieren ist jedenfalls gründlich danebengegangen. Übrigens: Die WKA waren während der gesamten Veranstaltung abgestellt, im "Trudelbetrieb", wie Herr Otte es ausdrückte. Jeder, der bei der Windstärke des späten Freitagnachmittags (04.08.2017) schon mal unter einem Windrad gestanden hat weiß, dass weder Frau Hiller-Ohm, Herr Otte noch die Teilnehmer ihr eigenes Wort verstanden hätten.  WT



Erstellt: 01.08.2017

"Markt" vom 02.08.2017

 


Dazu ein Kommentar unserer Mitstreiterin Katrin Johansen:

Gabi kommt und ich habe keine Zeit

Wie wir jetzt alle wissen, kommt Gabriele Hiller-Ohm zur Besichtigung des Windparks Kastorf-Siebenbäumen. Warum kommt Sie? Sie möchte gerne gewählt werden! Und zwar von den vielen glücklichen Menschen in Siebenbäumen und Bliestorf und Grinau und Kastorf etc., weil Sie weiß (woher auch immer), dass hier an dieser Stelle die Energiewende von Erfolg gekrönt ist, da gerade hier die anliegenden Ortschaften eingebunden wurden. Hier wurde also, laut Gabi (so lautet Ihre Kontaktadresse (gabi@hiller-ohm.de)), vor allem auf Natur, Umwelt und die Menschen Rücksicht genommen.

Gabi (ich nenne Sie hier mal so) ist also der festen Überzeugung, dass hier der Aufgabe nachgekommen wurde, der nächsten Generation eine intakte Umwelt zu hinterlassen. Unterstützung erhält Gabi dabei von Christoph Otte, seines Zeichens Energieexperte, sagt sie.

Leider fiel die ganze Aktion der Gabi recht spät ein, nämlich erst offiziell in der vorigen Woche und leider sind Sommerferien und leider ist Freitagnachmittag, somit muss ich leider passen und bin wahrscheinlich nicht die Einzige, denn in der ersten Ferienwoche sind natürlich viele Menschen in den Ferien. Vielleicht kann Gabi von Glück reden, wenn viele, viele Menschen, die von diesem Windpark betroffen (ich meine natürlich „eingebunden“) sind, an diesem Tag nicht vor Ort sind, denn es soll dort auch Gelegenheit geben zu einem persönlichen Austausch.

Gabi ist in der 8. Legislaturperiode Bundestagsabgeordnete, sie kennt Lübeck und auch Berlin, und dort möchte sie gerne bleiben. In Lübeck stehen, dank des UNESCO-Weltkulturerbeschutz‘ keine Anlagen, und in Berlin stehen keine Anlagen, weil die da stören würden, und es gesetzlich gar nicht geht. Die Gabi ist also nicht wirklich mit den realen Umständen vertraut, denn dann wäre es auch bis zu ihr vorgedrungen, dass diese Anlagen, die die Gabi jetzt besichtigen will, bedauerlicherweise nicht mit den betroffenen Bürgern abgesprochen wurden. Niemand der Anlieger wurde gefragt, ob Ihnen das gefällt und niemand hat sich ernsthaft mit der Sichtachse nach Lübeck beschäftigt, und es ist Gabis Parteigenossinnen und –genossen auch ziemlich wumpe gewesen, dass der Lärmpegel dieser Anlagen das erträgliche Maß nachweislich überschreitet. Gabi kennt vielleicht nette kleine Landcafès und auch werbewirksame Fotosessions in kleinen Firmen und niedlichen Lädchen werden ihr nicht fremd sein, Radtouren am Kanal stehen bestimmt auch auf dem Programm (sie ist schließlich tourismuspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion), aber das wahre Leben steht nicht auf ihrem Zettel.

Wie gesagt: Leider kann ich nicht kommen, weil ich leider Geld verdienen muss, aber es ist mir ein Anliegen, dass Frau Hiller-Ohm durch zahlreiche Anwesende erfährt, wie sehr sie hier danebengegriffen hat.  KJ


Erstellt: 23.07.2017

Auszüge aus den einzelnen Wahlprogrammen der Parteien zum Thema Energiepolitik

CDU/CSU

Link zum kompletten CDU-Wahlprogramm:  https://www.cdu.de/system/tdf/media/dokumente/170703regierungsprogramm2017.pdf?file=1  


SPD

Link zum kompletten SPD-Wahlprogramm: https://www.spd.de/fileadmin/Dokumente/Sonstiges__Papiere_et_al_/161121_Impulse_der_Programmkommission.pdf (Link bitte kopieren und in die URL einfügen)


FDP

Link zum kompletten FDP-Wahlprogramm: https://www.fdp.de/sites/default/files/uploads/2017/07/10/2017-schauen-wir-nicht-langer-zu-fdp-wp.pdf (Link bitte kopieren und in die URL einfügen)                         


Bündnis 90/Die Grünen

Link zum kompletten Bündnis 90/Die Grünen-Wahlprogramm:  http://www.gruene.de/ueber-uns/2017/gruenes-wahlprogramm-zur-bundestagswahl-2017-zukunft-wird-aus-mut-gemacht.html


Die Linke

Link zum kompletten Die Linke-Wahlprogramm:  https://www.die-linke.de/wahlen/wahlprogramm/


Anmerkungen: Diese Programmauszüge wurden durch die Bürgerinitiative "Vernunftkraft-Odenwald e.V-Windkraft im Odenwald" erstellt. Der Wahlkampf zur Landtagswahl in SH mahnt zur Vorsicht. Wir werden als Bürgerinitiative "Unsere Dörfer gegen WKA"  keine Bewertungen abgeben oder gar Wahlempfehlungen aussprechen. Die Aussagen der AfD werden auf dieser Seite bewusst nicht veröffentlicht. Der Versuch, ihre schwindenden Umfragewerte durch Stimmenfischen im Lager der Windkraftkritiker auszugleichen ist einfach plump und ein leicht durchschaubares Manöver.

Wir bitten alle Mitstreiterinnen und Mitstreiter und alle Interessierte sich zu erinnern, was von Wahlversprechen zu halten ist und wieviel davon übrig bleibt.


Erstellt: 07.07.2017

Energiewende? Der gößte Betrug nach dem 2. Weltkrieg (?!)

Die Landschaft wird zerstört, Tiere werden ausgerottet, guter deutscher Ackerboden wird geopfert und das verkauft man den deutschen Bürgern als Rettung der Umwelt. Ein gigantischer Betrug, der aber von den Berliner Blockparteien und den ihnen hörigen Medien besonders aggressiv propagandistisch verkauft wird. Zudem ist das ein gigantisches Geschäft für wenige und sogar eine Geldwaschanlage für kriminelle Strukturen.
Eine Veröffentlichung des Heyne-Verlages

Zum Video geht' hier:

https://www.youtube.com/watch?v=bmL_Da05U04#action=share 


Erstellt: 29.05.2017

Christian Lindner zur Windenergie in NRW:

Zitat: "Gegen Windenergie spricht überhaupt nichts, eine moderne, saubere Form der Energieerzeugung, insbesondere vor der Küste oder der Norddeutschen Tiefebene, wo's wirklich Wind gibt...." Bei allen guten Ansätzen, gegen die Windkraftlobby in NRW vorzugehen, das klingt doch sehr nach dem St. Florians-Prinzip. Denn: In seiner Funktion als Bundesvorsitzender der FDP hat er nichts zu den Windenergie-Vereinbarungen der Jamaika Koalition verlauten lassen.


Alle Erfahrungen, die wir im Wahlkampf zur Landtagswahl in S-H gesammelt haben, lehren uns, die FDP nicht vorbehaltlos als Heilsbringer für uns Windkraftkritiker zu betrachten. Lindner will zwar das EEG verändern, wogegen absolut nichts einzuwenden ist, zwischen den Zeilen ist aber herauszuhören, dass er gegen Windkraft im Norden nichts einzuwenden hat. ("Heiliger St. Florian, verschon' mein Haus, zünd' andere an") Also: Kritisches Hinterfragen und kritische Betrachtung sind weiterhin, auch bei der FDP, angesagt, besonders weil es auch um ihren Machterhalt in S-H geht.   WT


Erstellt: 22.06.2017

Bundesregierung setzt Lockerung d. Tötungsverbotes f. Windkraft für heute auf Tagesordnung
Heute will Umweltministerin  Hendricks, SPD, die Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes vor der Sommerpause eilig durchwinken

Dazu schreibt Johannes Bradtka vom Verein für Landschaftspflege und Artenschutz in Bayern:
Sehr geehrte Damen und Herren, geschätzte Mitstreiter und Naturfreunde,

vollkommen unerwartet wird am morgigen Donnerstag, 22. Juni nun doch die 2. und 3. Lesung zur Änderung des Bundesnaturschutzgesetzes erfolgen und vermutlich auch beschlossen werden.     

Wie bereits mehrfach erwähnt soll dadurch die Tötung von Tieren zum Zwecke des Windradausbaues rechtlich legitimiert werden.

Quasi in letzter Minute vor der parlamentarischen Sommerpause ist es dem SPD geführten Bundesumweltministerium unter dem Einflusss der Lobbyverbände gelungen,  die Lesungen auf die Tagesordnung zu bringen.

In Zukunft wird es leider noch deutlich schwieriger und teuerer als bisher, Windräder in unseren Landschaften zu verhindern.

Für diese schlechte Nachricht bitte ich um Ihr Nachsehen. Der VLAB hat alle Möglichkeiten zur Verhinderung der Novelle, leider erfolglos, genutzt.“

Den Link zum Verein gibt's hier:  https://www.landschaft-artenschutz.de/

Auszug aus einem Kommentar Jutta Reichardts: ... Die Tatsache, dass immer mehr neue Naturschutzvereine und Verbände und engagierte Privatleute für den Artenschutz kämpfen und es gewagt haben, die Last-Minute-Genehmigungen im Dezember ohne UVP, aber dafür mit Ausnahmen zum Tötungsverbot versehen juristisch anzugreifen, scheint eine echte Herausforderung für Frau Hendricks und alle rot-grünen Regierungs-Ideologen einer Welt- und Wetterrettung gewesen zu sein. Jetzt erst recht, mögen sie sich gesagt  und haben  den vielen Lobbyisten, die ständig ihre Büros stürmen versprochen, dieses Gesetz zur weiteren Artenvernichtung noch mal eben schnell von hier auf jetzt vor den Parlamentsferien durchzuwinken.... Den Link zum vollständigen Artikel gibt's hier:  http://www.windwahn.com/2017/06/21/gesetzesaenderung-zum-toetungsverbot/