BI - unsere Dörfer gegen WKA
 

Erstellt: 27.09.2020

Fünf Jahre - eine Zeit, in der viel bewegt wurde

Große Hoffnung für den Bereich unserer Initiative

Der vierte Planungsentwurf für Potentialflächen und Vorranggebiete für Windkraftanlagen in Schleswig-Holstein ist von der Landesregierung vorgelegt worden. Wie es aussieht, bleiben wir im Bereich unserer Dörfer vom Bau weiterer WKA verschont. Die geplante Flächenerweiterung Kastorf, Bliestorf, Grinau ist in der neuesten Karte als abgelehnte Fläche aufgeführt, ebenso wie die Potentialfläche bei Steinburg/Eichede/Schiphorst. Des Weiteren können wir offensichtlich davon ausgehen, dass die Flächen Klinkrade/Düchelsdorf/Sierksrade und Bergrade/Niendorf/Kühsen wohl endgültig vom Tisch sind.

In Kühsen und Klinkrade gab es Bürgerentscheide oder –begehren gegen den Windmühlenbau. Aus dem Wiederstand gegen die etablierten Wählergruppen und Parteien, die den WKA-Bau unterstützen, gründeten sich bei uns und auch in Kühsen neue Wählergemeinschaften. War die KfK (Klinkrader für Klinkrade) im Gemeinderat in der Wahlperiode 2013-18 schon als starke Opposition vertreten, trat in Kühsen die erst kurz vor der Kommunalwahl ins Leben gerufene Wählergruppe KfK (Kühsener für Kühsen) an. In Klinkrade zeichnete sich bereits vor der Wahl eine Mehrheit gegen die etablierte AAW (Allgemeine aktive Wählergruppe) ab, so dass sie sich entschloss, gar nicht erst zur Wahl anzutreten. Lediglich ein Einzelkandidat bewarb sich für einen Sitz im Gemeinderat. In Kühsen kam der Wahlsieg der KfK jedoch sehr überraschend.

Für beide Dörfer gilt, dass die Wähler sicherlich das entschlossene Vorgehen gegen den Bau der riesigen geplanten, bis zu 180 Meter hohen Windmühlen, honoriert haben. Es wurde verhindert, dass einige Wenige sich auf Kosten der breiten Mehrheit bereichern, bei gleichzeitiger Gefährdung der Natur und Verlusts der Lebensqualität in den betroffenen Orten. Dominierten die Befürworter der Windkraft noch bis 2018 die Gemeinderäte, so wurden sie bei der Kommunalwahl 2018 durch die Wählermehrheit abgestraft.

Selbst die Wende in Gegenrichtung der Führung des Amtes Sandesneben-Nusse, vorher strikte Befürworter, konnte nicht mehr für den Machterhalt der etablierten Wählergruppen sorgen. Plötzlich wurden sogar Mittel für die Erstellung qualifizierter Stellungnahmen durch das Amt bereitgestellt, die im Nachhinein betrachtet sicher dazu beigetragen haben, dass die betreffenden Flächen abgelehnt wurden. 

Auch in Siebenbäumen gab es eine Verschiebung der Mehrheitsverhältnisse, so dass sich eine Koalition gegen die etablierte Partei bilden konnte. Dass ein unermüdliches Vorgehen gegen den WKA-Bau letztendlich von Erfolg gekrönt sein kann, haben die Mitstreiter im Bereich Steinburg eindrucksvoll demonstriert. Sie haben auch in einer schier aussichtslosen Lage nicht aufgegeben und können nun den Erfolg einfahren. Nicht unerwähnt sollen auch die Aktivitäten im Südkreis bleiben. Egal ob der Bereich um Krukow oder die Schaalsee-Region, auch hier war der Widerstand erfolgreich.

Wir könnten uns also zufrieden zurücklehnen, was wir aber nicht tun werden. Andere Bereiche Schleswig-Holsteins haben nach wie vor mit den unsinnigen Plänen der Landesregierung zu kämpfen. Wir sollten und werden die Mitstreiter dort nach Kräften unterstützen. Unter "Regionalplanung aktuell" sind alle Daten der Landesplanung zu finden.      WT


Erstellt: 26.01.2020

In eigener Sache:

Diese Webseite existiert seit 4 Jahren. Fand sie zu Beginn nur wenig Interesse, so wurde sie doch inzwischen über 47.000 mal aufgerufen, das bedeutet durchschnittlich 32 Klicks pro Tag. Durch verschiedene Reaktionen wissen wir, dass wir mit unseren Informationen auch über unsere Region hinaus Beachtung finden. Es ist zwar nicht messbar ob es zu Erfolgen geführt hat, aber wir sind sicher, dass die Eine oder der Andere beim Lesen unserer Infos und Meinungen nachdenklich geworden ist.

Unser Dank gilt zu allererst Frau Evelyn Kaminski, die durch ihre monatliche Spende für die Servergebühren den Erhalt dieser Seite überhaupt erst möglich macht. Des Weiteren ist Holger Diedrich zu nennen, der mit einer unermüdliche Akribie alles zum Thema Windkraft heraussucht und uns uneingeschränkt zur Verfügung stellt. Dafür kann unser Dank gar nicht groß genug sein. Alle Windkraftkritiker in Schleswig-Holstein profitieren von seiner ehrenamtlichen Tätigkeit.

Mit der Abwahl der "Küstenkoalition" unter der Führung von Albig und Habeck keimte ein wenig Hoffnung auf, denn Daniel Günther hatte in seinem Wahlkampf zur Landtagswahl 2017 eben diese geschürt. Wir wir inzwischen wissen, und auch auf dieser Seite nachlesen können, ist dieses zarte Pflänzchen durch die "Jamaika"-Koalition achtlos zertreten worden. Wir sind also gezwungen, unseren Widerstand fortzuführen. Wir sind dabei nicht allein. Die Aktivitäten unseres Landesverbandes "Vernuftkraft S-H" können hier verfolgt werden:  https://vernunftkraft-sh.de/

Vornehmlich überregionale Geschehnisse sind hier zusammengefasst:  https://www.windwahn.com/

Allen Unterstützern und den uns gewogenen Menschen, die es, wie wir wissen, in großer Zahl gibt, sprechen wir hiermit unseren Dank aus. Sie (Ihr) Alle ermutigen uns, weiterzumachen.

Herzlichst Ihr (Euer)

Wolfgang Tempel


Es begann auf der Bürgerversammlung „Für und Wider von Windkraftanlagen“ (die LN berichteten) am 4. September 2015 in Sierksrade. Dort lernten sich Windkraftanlagen(WKA)-Gegner aus Dücheldorf, Sierksrade und Klinkrade kennen. Sie waren sich schnell darüber einig, dass man als einzelner WKA-Widersacher ohnmächtig gegenüber den Windkraft-Projektierern und den ihren Verlockungen erliegenden Grundeigentümern ist. Es wurde verabredet, Menschen aus den umliegenden Dörfern zu mobilisieren. Am 13. September 2015 trafen sich 43 Leute in Klinkrade, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Aus diesem Kreis bildete sich ein Gremium, das sich mehrfach mit der Zielsetzung traf, eine Bürgerinitiative(BI) zu starten. Die Fachleute aus den Bereichen Handwerk,  Unternehmertum, Jura, Architektur, Ingenieurwesen, Verwaltung, Kunst-Natur, Buchhaltung, Bank und Versicherung brachten geballtes Wissen, Ideen und ihre Erfahrungen ein, so dass man nach noch nicht einmal einem Monat Planung am 4. Oktober die erste große Versammlung einberufen und damit die BI „Unsere Dörfer gegen WKA“ ins Leben rufen konnte.



Es wurde sehr schnell klar, wie wir alle in unserer Region im Unklaren gelassen werden. Allein die Information, dass wir alle, inklusive unserer Gemeindevertretungen und Kreisverwaltungen, keine Möglichkeiten der Einflussnahme mehr haben, sorgte für Erstaunen und Entsetzen. Auch Bürgerentscheide gegen Windkraftanlagen gelten nicht mehr.

 

Wir sind als BI Inzwischen dem  "Landesverband Gegenwind SH" beigetreten. Weiterhin beginnen wir uns mit den BI aus dem Südkreis zu vernetzen, um Aktionen und Veröffentlichungen abzustimmen.

Es finden regelmäßige Treffen statt, in denen die Beauftragten ihre Arbeiten und Erlebnisse vorstellen. Dadurch gelingt es uns immer mehr, Einblick in die Denkweisen mancher Behördenmitarbeiter zu bekommen. Es werden Beschlüsse gefasst, wie weiter vorgegangen werden soll. Unsere Anschreiben an mehrere Behörden zeigen bereits Wirkung. Manche Ämter lassen unverblümt durchblicken, dass sie mit dem Aktionismus unserer Landesregierung einfach überfordert sind.  

Viele Windkraftbefürworter, Projektierer und Grundeigentümer sind sich inzwischen darüber im Klaren, dass ihnen eine starke Gemeinschaft gegenüber steht. Sie werden es nicht mehr so einfach haben, sich über die breite Mehrheit, die gegen den Bau von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten ist, hinwegzusetzen.