Es begann auf der Bürgerversammlung „Für und Wider von Windkraftanlagen“ (die LN berichteten) am 4. September 2015 in Sierksrade. Dort lernten sich Windkraftanlagen(WKA)-Gegner aus Dücheldorf, Sierksrade und Klinkrade kennen. Sie waren sich schnell darüber einig, dass man als einzelner WKA-Widersacher ohnmächtig gegenüber den Windkraft-Projektierern und den ihren Verlockungen erliegenden Grundeigentümern ist. Es wurde verabredet, Menschen aus den umliegenden Dörfern zu mobilisieren. Am 13. September 2015 trafen sich 43 Leute in Klinkrade, um das weitere Vorgehen zu besprechen.

Aus diesem Kreis bildete sich ein Gremium, das sich mehrfach mit der Zielsetzung traf, eine Bürgerinitiative(BI) zu starten. Die Fachleute aus den Bereichen Handwerk,  Unternehmertum, Jura, Architektur, Ingenieurwesen, Verwaltung, Kunst-Natur, Buchhaltung, Bank und Versicherung brachten geballtes Wissen, Ideen und ihre Erfahrungen ein, so dass man nach noch nicht einmal einem Monat Planung am 4. Oktober die erste große Versammlung einberufen und damit die BI „Unsere Dörfer gegen WKA“ ins Leben rufen konnte.



Es wurde sehr schnell klar, wie wir alle in unserer Region im Unklaren gelassen werden. Allein die Information, dass wir alle, inklusive unserer Gemeindevertretungen und Kreisverwaltungen, keine Möglichkeiten der Einflussnahme mehr haben, sorgte für Erstaunen und Entsetzen. Auch Bürgerentscheide gegen Windkraftanlagen gelten nicht mehr.

 

Wir sind als BI Inzwischen dem  "Landesverband Gegenwind SH" beigetreten. Weiterhin beginnen wir uns mit den BI aus dem Südkreis zu vernetzen, um Aktionen und Veröffentlichungen abzustimmen.

Es finden regelmäßige Treffen statt, in denen die Beauftragten ihre Arbeiten und Erlebnisse vorstellen. Dadurch gelingt es uns immer mehr, Einblick in die Denkweisen mancher Behördenmitarbeiter zu bekommen. Es werden Beschlüsse gefasst, wie weiter vorgegangen werden soll. Unsere Anschreiben an mehrere Behörden zeigen bereits Wirkung. Manche Ämter lassen unverblümt durchblicken, dass sie mit dem Aktionismus unserer Landesregierung einfach überfordert sind.  

Viele Windkraftbefürworter, Projektierer und Grundeigentümer sind sich inzwischen darüber im Klaren, dass ihnen eine starke Gemeinschaft gegenüber steht. Sie werden es nicht mehr so einfach haben, sich über die breite Mehrheit, die gegen den Bau von Windkraftanlagen in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten ist, hinwegzusetzen.